«Ich musste mir dauernd anhören, wir seien ja eh immer ausverkauft» sagt Robbie Caruso, «dabei stimmt das gar nicht». Als einer der vier Organisatoren der Artbars Kulturfestivals hat er beim Engagement der Künstler zwar meist ein glückliches Händchen, was dann den Anklang beim Publikum betrifft. «An schwachen Tagen hatten wir aber auch schon 50 bis 60 Besucher – weit weg von ausverkauft».

200 Personen – mehr geht nicht

Die Gerüchte, man komme ohne Voranmeldung gar nicht mehr in die Artbar hinein, sind dennoch nicht ganz haltlos: Dank seines riesigen Beziehungsnetzes bringt Caruso jeweils Künstler in die Artbar, die den kleinen Raum, der eigentlich eine Malerwerkstatt ist, sofort füllen. Spielen «big names» wie Adrian Stern oder Endo Anaconda hier, haben Zuspätgekommene tatsächlich keine Chance mehr auf Einlass. Etwa 200 Personen – mehr geht einfach nicht. «Die Leute wollen sich ja auch noch wohl fühlen und bewegen können». Bereits letztes Jahr hat das OK mit einem kleinen Anbau als Lounge-Bereich Abhilfe geschaffen, dieses Jahr gehen sie einen organisatorischen Schritt weiter.

Keine im Voraus ausverkauften Veranstaltungen mehr

«Es wird keine im Voraus ausverkauften Veranstaltungen mehr geben», verspricht Caruso. Reservationen seien sinnvoll. Es würden aber nicht alle Tickets über den Vorverkauf laufen, so dass es auch an der Abendkasse eine grössere Anzahl Tickets zu kaufen gebe. «Wer also früh genug da ist, dürfte Platz finden.»

Hoher Qualitätsanspruch

Ihre Favoriten in der elftägigen Veranstaltungsreihe wollen die vier Kulturschaffenden nicht verraten. «Ich glaube, wir hatten noch nie ein derart breit gefächertes Programm.» Die beliebte Kombination aus Live-Musik, Wortkunst, Malerei und Skulpturen, durch die sich die Artbar auszeichnet, ist Programm. Ebenso der hohe Anspruch an Qualität, dem Caruso und seine Helfer immer gerecht werden. Dass die Organisation des Events dabei so locker und unverkrampft wirkt, hat mit der Routine aber auch mit der gewinnenden Offenheit des Quartetts zu tun. Das spüren sowohl Helfer als auch Künstler und Sponsoren. Von denen würde inzwischen kaum einer auf sein Engagement in der Artbar verzichten.