Ganz hinten bei der Einmündung des Dr.-Marie-Heim-Vögtlin-Weges in die Museumsstrasse sind momentan Abbrucharbeiten im Gange. Anstelle der 1952 erstellten IBB-Dienstgebäude wird ein Neubau mit Wohnungen erstellt. In der Bestandshalle entstehen gewerbliche Ateliers.

Im Zusammenhang mit dem 2008 erfolgten Umzug der IBB ins neue Domizil an der Gaswerkstrasse 5 in Brugg wurde die Umnutzung des Areals an der Museumsstrasse angestrebt. In diesem Bereich befand sich ab 1892 das nach dem Kappelerhof in Baden zweite kommunale Elektrizitätswerk im Kanton Aargau. Es ermöglichte nebst der Einrichtung der elektrischen Beleuchtung die Ansiedlung von bedeutender Industrie wie der 1896 gegründeten Kabelwerke Brugg. Nach dem Bau des Kraftwerks Villnachern wurde der Brugger Stromerzeugungsbetrieb 1952 stillgelegt.

Visualisierung Walker.

Visualisierung Walker.

Das einheimische Büro Walker Architekten AG erhielt für die Umnutzung des von der IBB nicht mehr benötigten Areals vor einiger Zeit den Auftrag zur Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts mit Projektvorschlägen. Die Verschiebung von der der Zone für öffentliche Bauten in die Zone W3 mit Gestaltungsplanpflicht ist 2011 nach der erforderlichen Teilrevision der Nutzungsplanung Siedlung über die Bühne gegangen. Die übrigen, tiefer unten aareseitig im eigenständigen Gebäude weiter betriebenen Infrastrukturen – wie Schaltanlage, Trafostation und das unterirdische Schmutzwasserpumpwerk – verbleiben in der Zone für öffentliche Bauten.

Grosses Interesse wegen Lage

Von der Museumsstrasse her werden künftig die beiden Vollgeschosse plus das zurückgesetzte Attikageschoss sichtbar sein. Geplant sind insgesamt zehn 3,5- bis 5,5-Zimmer-Eigentumswohnungen mit Flächen von 95 bis 130 Quadratmetern und zu Preisen zwischen 675 000 und 1,2 Millionen Franken. Die direkt darunterliegende, leerstehende Halle auf Flussniveau wird zu neun Dienstleistungs- und Büroräumen (Ateliers mit nicht störendem Gewerbe) umgebaut. Dank dem vorgesehenen Einzug einer Zwischendecke ergibt sich für die Ateliers eine attraktive Konstruktion mit je zwei Etagen. Hier sind Flächen von 30 bis 56 Quadratmeter zu haben, dies zu Preisen von 105 000 bis 220 000 Franken. In der vorhandenen, südlich angrenzenden Einstellhalle und auf dem Areal sind Parkierungsmöglichkeiten vorgesehen. Deren Zugang erfolgt via Museumsstrasse. Der angelaufene Verkauf stösst dem Vernehmen nach auch angesichts der hervorragenden Lage auf grosses Interesse.

Nach dem ganzen Prüfungs- und Bewilligungsverfahren mit kantonalen Stellen, Mitwirkungsverfahren, öffentlicher Auflage, Einwohnerrat und Stadtrat konnte das Baugesuch eingereicht werden. Nachdem die Baubewilligung seit dem 16. September 2015 vorliegt, sind dieser Tage die Abbrucharbeiten des einst auch von der Familie des ehemaligen IBB-Direktors bewohnten Zweifamilienhauses und des eingeschossigen Dienstgebäudeteils im Gange. Die IBB wird den Bauprozess bis zur Übergabe der Immobilienanteile an die künftigen Eigentümer begleiten.