Schinznach-Bad

Die aarReha-Klinik ist enttäuscht über den Einspruch

Die Bad Schinznach AG hat Einsprache gegen die Ausbaupläne der aarReha-Klinik eingereicht. Der aarReha-Direktor hegt eine Vermutung, dass der Konkurenzdruck die Bad Schninznach AG dazu getrieben hat.

Die aarReha-Klinik will ihr Gebäude vergrössern. Letzte Woche wurde bekannt, dass der Nachbar, die Bad Schinznach AG, Einsprache gegen das Bauvorhaben eingereicht hat. Für die Verantwortlichen der aarReha-Klinik kommt die Einsprache wenig überraschend.

In Vorgesprächen mit dem Konkurrenten von nebenan habe man die Unzufriedenheit herausgehört, sagt aarReha-Direktor Beat Schläfli. «Natürlich sind wir trotzdem enttäuscht, dass es so weit gekommen ist.» Vor allem, weil die aarReha-Klinik laut eigenen Angaben die Bad Schinznach AG stets über das Bauvorhaben auf dem Laufenden gehalten und versucht hat, gemeinsam eine Lösung für das Parkplatzproblem zu suchen.

«Wir haben verschiedene Optionen vorgeschlagen, unter anderem eine Erweiterung des bestehenden Parkhauses vor dem Thermalbad. Doch leider kam vonseiten der Bad Schinznach AG null Bereitschaft für diese Idee», sagt Schläfli.

Zur Aussage, dass das Ausbauprojekt nicht gut ausgearbeitet sei, findet der Klinik-Direktor klare Worte: «Das stimmt einfach nicht. Das Projekt ist sehr wohl durchdacht und wurde sowohl mit der Gemeinde Schinznach-Bad als auch mit den zuständigen kantonalen Ämtern vorbesprochen. Das Projekt wurde von diesen als umsetzbar erachtet.»

Das Problem der aarReha-Klinik ist klar der Platz. Weitere Landreserven stehen auf eigenem Grund nicht zur Verfügung, folglich können auch keine zusätzlichen Parkplätze gebaut werden. Eine Tiefgarage ist aus baulichen Gründen nicht möglich.

Die aarReha-Klinik hat daher bei der Gemeinde Schinznach-Bad ein Gesuch eingereicht, das sie davon befreit, eine gewisse Mindestanzahl Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Für die Mitarbeiter wird die Klinik extern Parkplätze mieten.

Von da aus sollen die Angestellten dann mit dem Velo oder dem öV anreisen. Dieses Mobilitätskonzept schafft mit einem Boni-System finanzielle Anreize für jene, die mit dem öV anreisen. Im Gegensatz dazu werden die Parkplätze für die Mitarbeiter gleich bei der Klinik teurer. Für die Patienten ändert sich nichts, diese können auch nach dem geplanten Ausbau bei der Klinik parkieren.

aarReha-Direktor Beat Schläfli glaubt sowieso, dass die angegebenen Gründe für die Einsprache nicht die wahren sind. Er geht davon aus, dass die Einsprache gemacht wurde, weil die aarReha-Klinik mit ihrem Ausbau zum noch grösseren Konkurrenten der Privat-Klinik der Bad Schinznach AG wird. «Ich bin überzeugt, dass die Einsprache aufgrund der Konkurrenzsituation eingereicht wurde.»

Er befürchtet deshalb einen ärgerlichen Zeitverlust und sieht den Zeitplan in Gefahr. Geplant wäre, dass die Bauarbeiten noch Ende 2015 in Angriff genommen werden. Trotz Einsprache ist Schläfli überzeugt, dass sich die Einwendungen der Bad Schinznach AG erledigen werden.

Daniel Bieri, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bad Schinznach AG, wollte sich auf Anfrage der az nicht zur Einsprache äussern.

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