Von einem Meilenstein spricht die Rehabilitationsklinik in Schinznach-Bad: Das dreigeschossige «Viadukt» – ein reiner Holzbau – verbindet neu das Therapiegebäude «Quellenhaus» mit dem «Aarehaus», dem Zimmer- und Restauranttrakt. Dank diesem Zwischenbau ist das ganze Areal durchgängig erschlossen, die internen Wege sind verkürzt, die Orientierung ist einfacher.

Die Architektur nehme Formen und Elemente der beiden älteren Trakte auf, hält die aarReha Schinznach in einer Medienmitteilung fest. «Beispielsweise wurde die Idee der bedruckten Glasfassade des ‹Quellenhauses› übernommen, jedoch etwas adaptiert umgesetzt.»

Der Raum wird bereits genutzt

Nach einer achtmonatigen Bauzeit konnte der Zwischenbau den Patientinnen und Patienten bereits zur Nutzung übergeben werden. Im 1. und 2. Stock befinden sich 10 Patientenzimmer mit Sicht auf den Innenhof beziehungsweise auf die Aare.

Im Erdgeschoss untergebracht ist ein grosszügiger Trainings- und Therapieraum MTT (medizinische Trainingstherapie) mit einer Trainingsfläche von 204 Quadratmetern. «Die medizinalkonformen Kraft- und Ausdauergeräte bieten eine grosse Übungsauswahl und machen somit massgeschneidertes Training möglich», führt die aarReha aus. «Die technologisch fortgeschrittenen Geräte sind ausgerichtet auf die Bedürfnisse unserer ambulanten und stationären Patienten. Gerade der hindernisfreie Geräteeinstieg unterstützt geriatrische wie auch Patienten im Rollstuhl.» Rund 60 Prozent der stationären Patientinnen und Patienten sowie 30 Mitarbeitende nutzen das Angebot bereits regelmässig.

Kurz: Das «Viadukt» habe einen multifunktionalen Charakter, fasst Svenja Müller zusammen, Kommunikationsbeauftragte bei der aarReha Schinznach. Die Reaktionen seien durchweg positiv. «Die helle und freundliche Innengestaltung ist sehr ansprechend.» Die bauliche Herausforderung, blickt sie zurück, habe bestanden in der Verbindung von zwei bestehenden aber optisch völlig unterschiedlichen Gebäuden mit uneinheitlichem Niveau.

Es geht Schlag auf Schlag weiter

Der Einsatz von baubiologischen Substanzen und gewichtssparsamen Elementen sowie die Schaffung einer wohnlichen Atmosphäre hätten bei der Bauplanung im Vordergrund gestanden, sagt Patricia Buholzer, Leiterin Dienste und Bauverantwortliche, und ergänzt: «Ein weiterer zukunftsgerichteter Schritt im Erweiterungsbau ist erfolgreich abgeschlossen.»

In den nächsten Monaten konzentriert sich die aarReha auf die Schlussphase des Erweiterungsbau-Projekts: die Fertigstellung des 3. Stocks «Aarehaus», die Errichtung eines 4. Geschosses «Jurahaus», der Bau eines Mobilitätsparks und einer Mobilitätshalle sowie die Sanierung von Nasszellen. Anfang 2020, lautet das Ziel, soll die rundum erneuerte Klinik eröffnet werden. Mit der gesamten Erweiterung können sowohl die Bettenkapazität als auch der Patientenkomfort erhöht werden. (mhu)