Gegen sechs Jahre dauerten die Planungen «Dorfkern» mit Ausarbeitung eines neuen Gestaltungsplanes, wie Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler an einer Informationsveranstaltung zum Bauprojekt erläuterte. Einen besonderen Dank stattete er Architekt Carlo Tognola ab, der entscheidende Impulse für diese Zentrumsentwicklung gegeben hatte. Christian Stahel (acb architekten brugg) stellte das Projekt vor.

Die Häuserzeile entlang der Zürcherstrasse bleibt aus Ortsbildgründen erhalten und damit auch die Liegenschaft Restaurant Harmonie. Wie diese später genutzt wird, ist noch offen. Vorerst wird sie als Baubüro dienen – auch den Archäologen.

Wohnungen sind hindernisfrei

Neu erstellt wird zwischen Hauser- und Dohlenzelgstrasse ein U-förmiger, dreigeschossiger Baukörper, der in den oberen Geschossen 23 Wohnungen aufnehmen wird, im Parterre Läden oder Gewerbe. Die Hauptfläche wird Denner mit einem Laden belegen. Der Gebäudeflügel entlang der Hauserstrasse wird um ein Attikageschoss erhöht und bildet zugleich einen Lärmriegel. Als ruhige Zone dient der Innenhof.

Die fünf Maisonette-Wohnungen sind gegen Süden ausgerichtet. Alle Wohnungen werden hindernisfrei, also auch senioren- und behindertengerecht, gestaltet. Im Untergeschoss, an dem sich auch benachbarte Grundeigentümer beteiligen, sind um die 100 Parkplätze vorgesehen mit Zu- und Wegfahrt ab und auf die Hauser- und die Dohlenzelgstrasse. Die hinterlüftete Fassade soll durch Verschiedenartigkeit lebendig wirken. Öffentliche Fussgängerachsen werden das Areal queren.

Baldiger Abbruchbeginn

Nächste Woche wird mit dem Abbruch der Einfamilienhäuser Hauserstrasse 3 und 5 und von kleineren Nebenbauten der «Harmonie» begonnen. Das Überbauungsareal gehört weitgehend der Rima Wohnbau AG in Würenlingen; Bauherrin ist die Tochter Rimaplan AG, wobei mehrere Investoren beteiligt sind. So plant die Jakober AG Liegenschaftenservice einen Anbau.

Wie Hanspeter Gabriel seitens der Rima ausführte, erhofft man einen Baubeginn im Juli oder August 2012 und einen Bezug des Ladengeschosses im Herbst 2013 oder Frühling 2014, den Bezug der Wohnungen im Sommer bis Herbst 2014. Kleinere Flächen für Läden, Gewerbe oder Dienstleistungen sind noch verfügbar. «Wir möchten aber bestehende Läden und Betriebe nicht konkurrenzieren, sondern das Zentrum stärken», so Gabriel.

Noch offen ist, ob Miet- oder Eigentumswohnungen geschaffen werden. Zwischen Neubau und Dohlenzelgstrasse entsteht ein grössenmässig bescheidener Dorfplatz. Gemäss Stefan Zantop ist die Ausgestaltung noch offen, man möchte aber eine hohe Aufenthaltsqualität erreichen unter Einbezug der weiterhin befahrbaren Dohlenzelgstrasse und mit einer Verlängerung Richtung Gemeindehaus.

Römische Gewerbebetriebe?

Das Baugebiet befindet sich südlich des Legionslagers Vindonissa. Hier vermutet man laut Hermann Huber von der Kantonsarchäologie Spuren römischer Gewerbebetriebe, eines Aquäduktes und von Gräbern. Die Archäologen haben eine Fläche von rund 2500 Quadratmetern zu untersuchen. Die 1. Etappe beginnt am 6. Juni und konzentriert sich auf den westlichen Teil, die 2. Etappe dürfte von März bis August 2012 dauern.