Villigen

Der Werkhof erhält einen Neubau, das Feldweibelhaus wird zu Wohnraum

Das Modell Werkhof von der Trotte aus gesehen: Links sind das Feldweibelhaus und das Waschhaus, dann folgen Feldweibelscheune mit Anbau und neuer Annexbau; in der Mitte oben das bestehende Feuerwehrmagazin; rechts zwischen den Bäumen sind Parkplätze geplant.

Das Modell Werkhof von der Trotte aus gesehen: Links sind das Feldweibelhaus und das Waschhaus, dann folgen Feldweibelscheune mit Anbau und neuer Annexbau; in der Mitte oben das bestehende Feuerwehrmagazin; rechts zwischen den Bäumen sind Parkplätze geplant.

Nach vielen Jahren der Planung: Jetzt geht es vorwärts mit der Überbauung im Winkel in Villigen. Nach den Herbstferien sollen die Bauarbeiten beginnen. Der Abschluss des 5,9 Mio. Franken teuren Vorhabens ist im Frühling 2016 vorgesehen.

In Villigen ist die Baubewilligung für die Überbauung im Winkel erteilt worden. In einem nächsten Schritt erfolgen die Ausschreibung sowie die Vergabe der Arbeiten. Voraussichtlich ab 13. Oktober fahren die Baumaschinen auf. Verläuft alles reibungslos, können die Tätigkeiten im Frühling 2016 beendet werden.

Zur Erinnerung: An zentraler Lage wird ein Neubau für den Werkhof mit einem Annexgebäude entstehen. Das Feldweibelhaus wird umgebaut: Eingerichtet werden drei moderne Wohnungen. Weiter realisiert werden ein Entsorgungsplatz sowie Parkplätze. «Wichtig ist es, dass der Charakter des Ensembles mitten im Dorf erhalten bleibt», sagt Gemeinderat René Probst. «Wir freuen uns, dass es losgeht.»

Das Vorhaben hat eine lange Vorgeschichte. Ein Wettbewerb für einen Werkhof wurde bereits 1989 durchgeführt. Es folgten Pläne, Studien und Beschlüsse. Schliesslich fiel der Entscheid, das Feldweibelhaus stehen zu lassen und als Wohnraum zu nutzen. Für das Projekt «Überbauung im Winkel» genehmigte die Gemeindeversammlung im November des letzten Jahres einen Kredit von 5,9 Mio. Franken. Nach einer intensiven Auseinandersetzung habe ein mehrheitsfähiges Projekt gefunden werden können, sagt Probst.

Das Vorhaben bringe gleich mehrere Vorteile mit sich, fährt der Gemeinderat fort. Einerseits könne das Feldweibelhaus, das unter Schutz stehe und nicht im allerbesten baulichen Zustand sei, auf den neusten Stand gebracht werden, andererseits werde der Werkhof, der heute auf mehre Standorte verteilt sei, an einem Ort zusammengelegt. Das alte Split-Silo übrigens findet in Zukunft keine Verwendung mehr. Es ist verschenkt worden und kommt neu im Emmental zum Einsatz.

Zurück nach Villigen: Ebenfalls kann der Entsorgungsplatz, der sich derzeit am Rand der Gemeinde befindet, an eine gut zugängliche Stelle verlegt werden, sagt Probst. Nicht zuletzt ist es möglich, die Parkplatz-Situation bei der Trotte zu entschärfen. Kurz: «Es handelt sich um eine gute Lösung, eine gefreute Sache», fasst der Gemeinderat zusammen.

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