Im vorletzten Jahr konnte die Landwirtschaftliche- und Weinbaugenossenschaft Remigen die Liegenschaft an der Gansingerstrasse 11 – an zentraler Lage gleich neben dem Volg-Areal – kaufen. Vorgesehen ist nun, das alte Gebäude abzubrechen und ein neues Mehrfamilienhaus zu erstellen. Verbunden wird dieses über einen Zwischenbau mit dem bestehenden Gebäude an der Gansingerstrasse 15, in dessen Erdgeschoss der Volg-Laden eingerichtet ist.

Das Lager für den Volg-Laden kann neu im eingeschossigen Zwischenbau untergebracht werden, befindet sich künftig also im Erdgeschoss und nicht mehr wie bis anhin im Untergeschoss. Die Anlieferung wird optimiert. Denn einerseits müssen die Chauffeure ihre Lastwagen heute jeweils auf dem Trottoir oder auf der Strasse abstellen, andererseits ist der Lift in die Jahre gekommen. Ersatzteile sind keine mehr erhältlich.

Ladenfläche wird grösser

Aber nicht nur Warentransport, Warenlagerung und Arbeitsabläufe werden vereinfacht, da sich künftig alles auf einer Ebene abspielt. Der zuständige ortsansässige Architekt Niklaus Stalder nennt die weiteren Vorteile: Die Volg-Ladenfläche kann vergrössert werden, weil der Lift wegfällt und auch das Büro in den Zwischenbau ziehen wird. Den Kunden wiederum stehen als zusätzliche Verbesserung mehr Parkplätze zur Verfügung, für die Wohnungsmieter im Volg-Gebäude werden Abstellplätze im Untergeschoss realisiert.

Im benachbarten Neubau – dieser verfügt über drei Vollgeschosse sowie ein markantes Satteldach – entstehen vier Wohnungen im Dorfkern. Architekt Stalder spricht von einem attraktiven Angebot mit einem Mix von verschiedenen Grössen – 2½, 3½ und 4½ Zimmer – mit grosszügigen Nettowohnflächen sowie Balkonen respektive Sitzplatz.

Ladenbetrieb läuft weiter

Das Baugesuch für die Überbauung liegt bis 10. Dezember auf der Gemeindekanzlei öffentlich auf. Verläuft alles nach Plan, soll der Baustart im Sommer 2019 erfolgen. Im Volg-Laden läuft der Betrieb während der Bauphase im gewohnten Rahmen weiter, die Parkplatzsituation aber kann sich zwischenzeitlich verschärfen. Als Herausforderungen bezeichnet Architekt Stalder denn auch den beschränkten Platz für die Baustelleninstallation sowie die Ausfahrt auf die Kantonsstrasse oder den Ortsbildschutz durch die Lage in der Dorfzone.

Apropos: Das Neubauprojekt erfülle durch seine architektonische Bearbeitung und der Auseinandersetzung mit dem Ort die Vorgaben des Ortsbildschutzes, lautet das Fazit in der fachlichen Beurteilung des Brugger Architekturbüros Tschudin + Urech. Umgesetzt sei das Vorhaben in einer zeitgemässen Bauweise und Materialisierung. Der Ersatzneubau sei ein Weg, die Lebensqualität im Dorf zu erhalten und zu steigern.