Brugg/Windisch
Der «Tower» ist der neue Leuchtturm im Zentrum von Brugg und Windisch

Die Brugg Immobilien AG plant unter dem Titel «Tower» ein 14-geschossiges Gebäude mit Hotel, Dienstleistungsbetrieben und Wohnungen mitten in Brugg und Windisch. Die heutigen Liegenschaften «Cardinal» und «Landi» werden in diesem Jahr abgebrochen.

Michael Hunziker
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Der Vorschlag des Architekturbüros Schneider & Schneider aus Aarau ist beim Studienwettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Der Vorschlag des Architekturbüros Schneider & Schneider aus Aarau ist beim Studienwettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Schneider Schneider Aarau

Die Gruppe Brugg lässt die Katze aus dem Sack: Auf dem Areal neben den Kabelwerken – unmittelbar beim Bahnhof Brugg und beim Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz – plant sie das Projekt «Tower». Es handelt sich um ein 14-geschossiges Gebäude, in dem neben einem Hotel auch Dienstleistungsbetriebe sowie Wohnungen untergebracht sind. In zwei Untergeschossen befinden sich die Parkplätze.

Das Grundstück, das sogenannte «Baufeld D», ist im Besitz der Brugg Immobilien AG. Die heutigen Gebäude «Cardinal» sowie «Landi» sollen bereits im August dieses Jahres in rund zwei Monaten abgebrochen werden. Es folgen die archäologischen Untersuchungen sowie die Detailplanung.

Verläuft alles reibungslos, kann schon Mitte 2015 der Baubeginn für den «Tower» erfolgen. Rolf Henggeler, Geschäftsführer der Brugg Immobilien AG, sprach an einer Presseinformation von einem ambitionierten Terminplan. Gerechnet werde – als Richtgrösse – mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren sowie mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Franken.

Keine einfache Wahl

Um eine gute Grundlage zu erhalten, liess die Brugg Immobilien AG einen Studienauftrag durchführen. Die Vorgabe war klar: Geplant wird ein Hochhaus, das die Bedürfnisse von verschiedenen Nutzern berücksichtigt. Aus den ursprünglich eingeladenen Architekturbüros wurden sechs Teilnehmer ausgewählt. Es habe sich um eine sehr anspruchsvolle und komplexe Aufgabenstellung gehandelt, sagte Otto H. Suhner, Verwaltungsratspräsident der Gruppe Brugg, sowie Heinz Fugazza, Architekt und Jurymitglied. Sämtliche Projekte seien qualitativ hochstehend gewesen. «Die Wahl ist uns nicht einfach gefallen.»

Das Rennen gemacht hat schliesslich der Vorschlag des Büros Schneider & Schneider aus Aarau. Ziel sei es gewesen, ein flexibles Gebäude von zeitloser Eleganz zu entwerfen, in dem verschiedene Strukturen und Einteilungen möglich sind, erklärte Architekt Beat Schneider. Für die gänzlich unterschiedlichen Nutzungen sind drei Eingänge – als eigenständige Adressen – vorgesehen.

«Wer sucht, der findet»

Die Gruppe Brugg werde das im «Tower» geplante Hotel nicht selber betreiben, stellte Verwaltungsratspräsident Otto H. Suhner fest. «Wir sind nicht in diesem Geschäft tätig.» Aber: «Wir setzen uns ein für ein Hotel, für die Region.» Denn hüben und drüben sei zu vernehmen, dass ein solches Angebot im Zentrum einem Bedürfnis entspreche. Der Druck sei zwar gross, denn noch sei der Investor nicht bekannt, aber: «Wer sucht, der findet», zeigte sich Suhner überzeugt und fügte an: «Das kommt gut.»

Öffentliche Ausstellung Studienauftrag Projekt «Tower» Samstag, 7. Juni, 9 bis 12 Uhr, Gebäude Flex, Industriestrasse 19, Brugg.

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