Brugg

Der Stadtrat zeigt sich offen für Fusions-Anfragen

Brugg hat in den vergangenen 120 Jahren mit vier Gemeinden fusioniert. Im Bild: das Stadthaus.

Brugg hat in den vergangenen 120 Jahren mit vier Gemeinden fusioniert. Im Bild: das Stadthaus.

Ein Brugger SVP-Einwohnerrat will wissen, welche Fusionsstrategie die Stadt verfolgt. Die Antwort: Aktiv ist man nicht, aber aufgeschlossen für Anfragen von aussen.

Brugg Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist Schinznach-Bad ein Stadtteil von Brugg. In der Schweiz bestehe allgemein der Trend, Gemeinden zu fusionieren, da entweder die politischen Ämter nicht besetzt werden können oder die Ansprüche der Anlaufstellen beim Kanton und vonseiten der Bevölkerung immer grösser werden, schrieb der Brugger SVP-Einwohnerrat Patrick von Niederhäusern in seiner Kleinen Anfrage. Vom Stadtrat wollte er deshalb wissen, ob die Stadt Brugg zukünftige Fusionen mit umliegenden Gemeinden geplant habe, welche Strategie die Stadt verfolge und nach welchen Kriterien Fusionsanfragen von kleineren Gemeinden beurteilt werden.

Der Stadtrat verfolge keine aktive Fusionspolitik und gehe deshalb diesbezüglich auch nicht aktiv auf umliegende Gemeinden zu, schreibt die Behörde nun in ihrer Antwort. Wenn Anfragen von anderen Gemeinden zur Prüfung einer vertieften Zusammenarbeit oder eines möglichen Zusammenschlusses eintreffen, zeige sich der Stadtrat jedoch offen. «Er ist der Meinung, dass entsprechende Anfragen ohne Vorbehalte geprüft werden sollen», heisst es in der Antwort weiter. Da Gemeindezusammenschlüsse nicht aktiv gesucht würden, bestehe kein verbindlicher Katalog von Beurteilungskriterien.

Schon vier Fusionen umgesetzt

In den letzten 120 Jahren hat sich Brugg mit vier Gemeinden zusammengeschlossen. Bereits 1901 erfolgte die Fusion mit Altenburg und 1970 mit Lauffohr. Im Jahr 2010 schloss sich die Prophetenstadt mit Umiken zusammen und dieses Jahr wie erwähnt mit Schinznach-Bad.

Im Januar dieses Jahres sagte Gemeindeammann Roland König aus Villnachern gegenüber der AZ, dass seine Gemeinde als Fusionspartner gut zur Stadt Brugg passen würde. Vorgesehen war, in diesem Frühjahr mit der Stadt Brugg zum Thema nähere Zusammenarbeit oder mögliche Fusion in Kontakt zu treten.

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