Das Wichtigste gleich vorweg: Neu hat der 36-jährige Florian Isenring aus Riniken als Kommandant das Sagen bei der Feuerwehr Brugg. Er löst den bisherigen Andreas Gertsch ab. Gertsch gibt die Führung aus beruflichen Gründen ab, wird künftig jedoch in der Altersabteilung aktiv sein. Doch bevor er das Zepter übergeben konnte, durfte Andreas Gertsch noch den letzten Jahresbericht als Kommandant verlesen. Etwas Kopfzerbrechen bereitete ihm zu Beginn das neue Reglement Basiswissen. Doch dank intensiver Schulung konnte dieses Thema in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden.

Die Neuerung bringt auch administrativen Mehraufwand, etwa bei der Materialkontrolle. «Es fehlt die Verhältnismässigkeit oder der XMV – ‹de xundi Mänscheverstand›», betont Gertsch. Ein grosser finanzieller Aufwand bedeutet zudem die Gründung der Spezialistengruppe «Absturzsicherung», die aus geschulten AdF rekrutiert wird. Erfreulich hingegen der Fakt, dass die neue Website (www.fwbrugg.ch) nun steht. Erfreulich gut präsentiert sich auch das Resultat der Inspektion der AGV. 2014 sind die Einsätze gegenüber 2013 wieder gesunken. Vom Wespennest bis hin zum Chlorgasunfall war alles dabei. Nach wie vor problematisch sei die Rekrutierung neuer Mitglieder. Die Jugendfeuerwehr zählt 24 Jugendliche.

Schöne und tragische Momente

«Es war schön, fast 22 Jahre zum Wohle der Brugger und Windischer Bevölkerung gedient zu haben», so Gertsch. Es habe viele schöne, aber leider auch tragische Momente gegeben. Die Kameradschaft und das gegenseitige Vertrauen habe er sehr geschätzt.

Florian Isenring freut sich auf seine neue Funktion. «Ich habe in den letzten zwei Jahren als Vizekommandant viel mitbekommen. Andi hat mich immer einbezogen, gut informiert», betont er. Trotzdem ist er gespannt, was alles auf ihn zukommt. Grosse Veränderungen würden sich nicht aufdrängen. «Die ersten 100 Tage soll man nichts verändern, heisst es. Daran halte ich mich», sagt er.

Unterhaltungsteil mit Jahresrückblick

Der 36-Jährige ist seit vielen Jahren und in verschiedenen Funktionen in der Feuerwehr tätig, erst in Auenstein, dann in Riniken und neu in Brugg. Der gelernte Schreiner und ausgebildete Berufsfeuerwehrmann arbeitet bei der Stadt Zürich im Bereich Schutz und Rettung. Seine Freizeit widmet er im Moment ganz der Familie, zu der Ehefrau Sibylle und der 9-monatige Sohn Gian Marc gehören.

Die 151. Rechnungsablage des Rettungskorps Brugg unter der Regie von Korpschef Serge Läderach ging flott über die Bühne. Das Protokoll, die Jahresberichte, die Rechnungen, das Budget, das Jahresprogramm und der Jahresbeitrag wurden allesamt angenommen. Der Vorstand wurde wiedergewählt, neu verstärkt Hanspeter Füchslin das Team. 18 Austritte, 7 Beförderungen, 4 Ernennungen und diverse Ehrungen gab es zu verzeichnen, bevor der Unterhaltungsteil mit Jahresrückblick auf dem Programm stand.