Zentrum Brugg
Der Simmengut-Park soll aufgewertet werden: Gewünscht sind eine grüne Oase und ein Begegnungsort

CVP-Einwohnerrätin Julia Geissmann erkundigt sich nach Aufwertung im Brugger Zentrum.

Michael Hunziker
Merken
Drucken
Teilen
2018 hat die Morgenfeier am Brugger Rutenzug im Simmengut-Park stattgefunden.

2018 hat die Morgenfeier am Brugger Rutenzug im Simmengut-Park stattgefunden.

Chris Iseli

Zu einer grünen Oase im Zen­trum der Stadt Brugg soll der Simmengut-Park werden, zu einem Begegnungsort für Jung und Alt – in der Mittagspause genauso wie am Abend. CVP-Einwohnerrätin Julia Geissmann setzt sich für eine zweckmässige Infrastruktur ein, damit die Besucherinnen und Besucher gemütlich sitzen und sich verpflegen können. Je nach Gestaltung seien weitere Nutzungen möglich, zum Beispiel Sommerkonzerte oder Urban Gardening.

Im 2017 reichte Julia Geissmann ein Postulat ein zur Aufwertung des Simmengut-Parks, das der Einwohnerrat ohne Gegenstimme an den Stadtrat überwiesen hat. Die momentane Nutzung als Parkplatz, lautete ihre Begründung, verschenke Potenzial dieser Fläche.

Erarbeitung der Grundlagen soll im 2021 starten

Seither sei wenig passiert, abgesehen von einer Erwähnung des Projekts im Finanzplan bei den noch nicht terminierten und definierten Ausgaben, stellt die CVP-Einwohnerrätin fest. In einer kleinen Anfrage erkundigte sie sich beim Stadtrat deshalb danach, welche Hürden einer Aufwertung im Weg stehen, wie weit ein allfälliges Projekt fortgeschritten und was geplant ist. Ebenfalls wollte Julia Geissmann wissen, welche Fördermassnahmen für die Biodiversität umgesetzt werden können und wann mit dem Baubeginn gerechnet werden darf.

In der jetzt vorliegenden Antwort verweist der Stadtrat auf die Vor- und Grundlagen­untersuchungen, die in diesem Jahr zwar vorgesehen waren, aber noch nicht angegangen werden konnten. Geplant ist, die vorbereitende Nutzungs- und Konzeptstudie für die Freiräume im Zentrum Brugg im 2021 vorzunehmen. Aufgezeigt werden soll, welche öffentlichen Freiräume sich für welche Nutzungen eignen und wo welches Aufwertungspotenzial besteht.

Aussagen zu Baubeginn werden noch keine gemacht

Im Fall des Simmengut-Parks sei zudem die Klärung planerischer Rahmenbedingungen notwendig, so der Stadtrat. Denn um eine Neugestaltung und eine neue Nutzung zu ermöglichen, seien die Neuorganisation oder die allfällige Reduktion der Parkplatzflächen zu prüfen. Genutzt werden diese von Verwaltungsangestellten, Lehrpersonen und Musikschule. Eine Herausforderung stellt laut Stadtrat die bestehende räumliche Situation dar: «Der Simmengut-Park befindet sich heute in einer für sich recht abgeschlossenen Raumkammer, von der sich die benachbarten Gebäude mit ihren Nutzungen abgrenzen.»

Im Rahmen der Untersuchungen für die Aufwertung und Neugestaltung des Simmengut-Parks werden neben den Nutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten auch Massnahmen zur Förderung der Biodiversität geprüft und wo möglich umgesetzt, hält der Stadtrat fest. Solche Massnahmen seien auch aus Sicht der Stadt ein wichtiges Anliegen. Jährlich würden dafür Budgetbeträge von rund 50000 Franken vorgesehen.

Die Frage nach dem Baubeginn lässt der Stadtrat offen, da noch keine konkreten Planungen bestehen. Aber basierend auf den Grundlagenerarbeitungen, so die Behörde, können voraussichtlich bis Ende 2021 weitere Planungsschritte besprochen und angegangen werden.