Brugg

Der Rutenzug ist der wichtigste Tag im Brugger Festkalender

Viele Bruggerinnen und Brugg blickten am Donnerstag ernster als sonst. Ihre Sorge galt dem Wetter am Rutenzugtag. Bloss kein sintflutartiger Regen wie am Mittwoch! Petrus musste die Stossgebete gehört haben, denn es blieb trocken.

Auf die Sekunde genau erklang um 8.45 Uhr ein Trommelwirbel – schon setzten sich die Protagonisten des Rutenzugs in Bewegung. Hunderte säumten die in festlichem Rot-Weiss geschmückten Strassen.

Eltern und Freunde knipsten unentwegt; die vielen, ganz in Weiss gekleideten Kinder hielten Blumen in den Händen; die Buben streckten stolz ihre Ruten in die Höhe; die Mitglieder der Musikvereine spielten Marschmusik, welche die Füsse wippen liess.

Rutenzug durch die Brugger Altstadt

Rutenzug durch die Brugger Altstadt

«Das sieht gut aus»

Gäste nehmen jeweilen einen prominenten Platz im Zug ein. In diesem Jahr wurden die Bözberger herzlich begrüsst.

Freudig trugen zwei Buben die neue Flagge mit vier gelben Sternen und einer gelben Linner Linde auf grünem Grund voran. «Sieht gut aus», befanden zwei Bruggerinnen, die seit 20 Jahren am selben Ort stehen, um auch ja nichts zu verpassen.

Gut sahen aber auch andere aus: Etwa Schüler der Abschlussklasse, deren Haare grün, blau oder rot-gelb leuchteten.Geleuchtet hat beim Umzug noch einer: Daniel Moser. Der Brugger Stadtammann,wie immer in Frack und Zylinder, machte wiederum eine gute Figur.

So sehr, dass er ohne weiteres beim Pferderennen im englischen Ascot hätte teilnehmen können.

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