Homberg-Schenkenberg
Der regionale Forstbetrieb wächst weiter

Waldbereisung stand im Zeichen von nachhaltiger Bewirtschaftung. Das Gebiet wird ab dem kommenden Jahr 1900 Hektaren umfassen. Der Förster Rolf Treier arbeitet dank modernem Maschinenpark und motivierten Leuten seit Jahren mit schwarzen Zahlen.

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Ein am Wald interessiertes Publikum genoss auch das herrliche Wetter.

Ein am Wald interessiertes Publikum genoss auch das herrliche Wetter.

ghi

Mit Effingen stösst im kommenden Jahr die achte Gemeinde zum regionalen Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg, einem der grössten Forstreviere im Aargau. Das Gebiet wird daher neu 1900 Hektaren umfassen.

Das Team unter der Leitung vom Zeiher Förster Rolf Treier arbeitet dank einem modernen Maschinenpark und motivierten Leuten seit Jahren mit schwarzen Zahlen; ein Umstand, von dem andere Forstbetriebe nur träumen können.

Von der effizienten Arbeitstechnik konnten sich die Teilnehmer der Waldbereisung überzeugen. Mit einem Jahresumsatz von 2,2 Millionen Franken ist der Wald mit 50 Prozent beteiligt und ist somit nach wie vor das grösste Standbein des Betriebs. Gebäude- und Strassenunterhalt, Aufträge für Private und im Naturschutzbereich steuern die weiteren 50 Prozent bei.

Nachhaltiges Holzen

«Wer einen nachhaltigen Wald will, der muss auch holzen», erklärte Rolf Treier und gab mit seinen Leuten einen Einblick in die wichtige Jungholzpflege. 10 bis 14 Hektaren werden alljährlich selektiv verjüngt. Das heisst, dass aus ökologischen Überlegungen einzelne Bäume stehen gelassen werden. Der seit Jahren feststellbare Wandel in der Waldbewirtschaftung äussert sich auch im gezielten Pflanzen von Douglasien sowie Kirsch- und Nussbäumen, deren Holz sehr gefragt ist und einen entsprechenden Preis erzielt.

8 Gemeinden – 1 Forstbetrieb

Der Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg mit Werkhof in Zeihen bewirtschaftet ab 2013 den Wald von acht Gemeinden. Ein Team mit einem Pensum von insgesamt rund 13 Stellen, darunter drei Lehrlingen, betreut rund 1900 Hektaren Wald. Dem Forstbetrieb gehören an: Bözen, Hornussen, Linn, Oberflachs, Schinznach-Dorf, Thalheim, Zeihen und ab 2013 auch Effingen. (ghi)

Nachhaltigkeit zeigt sich darin, dass der Förster in der Regel vom Einsatz und Können seines Vorgängers profitieren kann. Treier zeigte dies anhand der ehemaligen Munimatte, die in den 1960er-Jahren von seinem Vorgänger Ernst Hossli bestockt worden ist. Hossli pflanzte unter anderem Douglasien, was damals sehr umstritten war. Diese und auch die andern Bäume in diesem Mischwald gedeihen sehr gut, sodass sie Rolf Treier wohl dereinst noch wird ernten können.
An einem weiteren Posten wurde Waldrandpflege demonstriert. «Der Waldrand ist ein wichtiger Lebensraum», sagte Rolf Treier. Eingriffe seien alle fünf bis zehn Jahre unumgänglich, um den ökologischen Wert zu erhalten.
Die Führung durch die Waldungen mit den entsprechenden Erläuterungen beeindruckte. Sie zeigte auf, dass im Revier des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg unter Beachtung ökologischer Grundsätze und mit viel Leidenschaft auch profitorientiert gearbeitet wird.