Wer mitten auf dem Markt in Veltheim steht und die Augen schliesst, nimmt feine Gerüche wahr. Es duftet intensiv nach frischem Obst und Brot, nach Käse und Kräutern. Es läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Und wer die Augen aufmacht, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bunte Markstände locken mit attraktiven Angeboten und kurzweiliger Unterhaltung. Die Sonne strahlt heute und scheint sich genauso über den Markt zu freuen, wie die vielen Menschen, die hier sind.


Seit dem Jahr 2000 ist alljährlich am zweiten Samstag im September Markttag in Veltheim. Von heimischen Hochstammprodukten über Kunsthandwerk aus der Region bis hin zu naturnah hergestellten Lebensmitteln gibt es bei über 90 Marktteilnehmern Spezialitäten, Dekoratives und Besonderheiten zu kaufen und zu geniessen und Handwerk zu bestaunen. Vom Bauernhof-Glacé über Schmuck und Holzspielwaren bis hin zu Zwetschgen gibt es für jeden etwas. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz: Sie können Pony reiten, am Glücksrad drehen, Karussell fahren oder mithilfe eines Tuches und dank kräftiger Jubla-Mitglieder hoch in die Luft fliegen.


Handwerk zu bestaunen


Armin Käser vom Verein Mosti Veltheim macht mit fleissigen Helfern am Stand der Schaumosterei Süssmost. Am Stand daneben sitzen Tiere aus Ton von Edith Joho. Etwas weiter spielt unter einem Quittenbaum die Musikgesellschaft Auenstein. Und die Landfrauen von Auenstein bieten an ihrem Stand farbenfrohe Blumengestecke und -kränze an. «Am Mittwoch haben wir mit der Arbeit angefangen, damit für den Markt alles fertig wird», verrät Margrit Fricker, eine der Landfrauen.


Gabi Itin hat Handgewobenes und steht dicht bei ihrem Webrahmen. Davor sitzt die junge Romy, die sich ganz auf ihre Arbeit konzentriert. Etwas weiter beim Stand von Kohler geniessen mehrere Besucher einen feinen Weissen. Es ist ein ganz entspannter Tag.
Um 13 Uhr dann geht auf dem Marktgelände ein Trommelwirbel los. Die Tambouren und Pfeifer der Rrätz-Clique aus Brugg zeigen, was in ihren Instrumenten steckt.


Arbeit am Waschzuber


Und wer hätte gedacht, dass es auf einem Markt auch Glück gibt. Die Herren vom Schmiedeverein Oberentfelden helfen all denjenigen, die sich ein Glücks-Hufeisen schmieden möchten. Und dann fallen noch zwei «Wöschwiiber» aus dem Wiggertal auf: Sie machen sich mit interessierten Gästen am Waschzuber und Waschbrett an die Arbeit. Kein Wunder, dass an ihrer Leine nur strahlend saubere Wäschestücke hängen. Es ist ein Markt der besonderen Art – ein Markt für alle Sinne.