Lupfig
Der Oberleutnant will die Jugend fördern

In Lupfig konnten musikbegeisterte Jugendliche bereits zum dritten Mal mit dem Militärspiel Stücke erarbeiten und dem Publikum vortragen.

Carolin Frei
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Der Oberleutnant will die Jugend fördern
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Hauptprobe - Üben mit Unterstützung
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Der Oberleutnant will die Jugend fördern

Carolin Frei

«Mehr Spannung geben in den nächsten Teil», «mehr Flöte und mehr Klarinette» oder aber «schöner Drive» war zwischen den einzelnen Probeabschnitten von Workshopleiter und Oberleutnant David Eiermann zu vernehmen. Zusammen mit dem Militärspiel und 20 Jugendlichen, die sich im Schulhaus in Lupfig eingefunden hatten, bestritt er diesen Musik-Workshop.

Ziel dieses Miteinanders sei die Jugendförderung, sagt der Oberleutnant. Das gemeinsame Musizieren mit dem Militärspiel solle zu einem Erlebnis werden. Ein Erlebnis, bei dem die Militärmusik als Brückenbauerin zwischen Bevölkerung und Armee fungiere.

Was motiviert David Eiermann bereits zum dritten Mal, einen solchen Workshop auf die Beine zu stellen? «Die Jugend- und Nachwuchsförderung liegt mir am Herzen. Ich möchte in der Region etwas bewegen und das Musikmachen zu einem einmaligen Erlebnis werden lassen», betont der bald 25-Jährige. Im Vorfeld des Workshops wählt er die Literatur aus, bereitet die Partitur vor. Am Workshop selber bekommt er von zwei Personen vom Militärspiel Unterstützung. Und die braucht es auch beim Proben mit neun Registern - unter anderem Saxofone, Hörner, Trompeten oder Schlagzeuge. Die Hauptprobe selber dauert rund eine Stunde. Danach muss alles sitzen, gilt es doch, das soeben gemeinsam Erarbeitete dem Lupfiger Publikum vorzuführen.

Um 16.30 Uhr marschiert das Militärspiel zusammen mit den Jugendlichen auf den Migrosplatz, der bereits von zahlreichen, erwartungsvollen Zuhörern gesäumt ist. Nach dem Eröffnungsspiel der Militärmusik mit «Marignan», «I'm just a-Gigolo» und «A-Team» kommen auch die Jugendlichen zum Zug. Gemeinsam wird «And all that Jazz» aus dem Musical «Chicago» und die Latinonummer «Let's get loud» gespielt. Danach ziehen die Musiker - der eisigen Kälte wegen - schnell von dannen. «Schon vorbei?» fragt ein Besucher erstaunt. Ihm - und wohl auch allen anderen - hat es so gut gefallen, dass er, die Hände in den warmen Hosentaschen, noch lange hätte zuhören können.