Region Brugg
Der neue Tourismus-Präsident sprudelt vor Ideen

Jürg Hässig lebt in Dietikon, kennt die Region Brugg-Windisch kaum und steht seit vorletzter Woche dem hiesigen Tourismusverein vor.

Claudia Meier (Text und Foto)
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«Ich bin vor allem ein Macher und überzeugt, dass vieles möglich ist.»

«Ich bin vor allem ein Macher und überzeugt, dass vieles möglich ist.»

Claudia Meier

Was bringt einen Consultant aus Dietikon dazu, das Präsidium des Tourismusvereins Region Brugg zu übernehmen? Jürg Hässig trägt Anzug mit Krawatte und sagt über die Lesebrille blickend: «Die Region Brugg ist eine grosse Herausforderung.» Er ist überzeugt, dass es in der Schweiz noch viele Leute gibt, die nicht wissen, dass es in Windisch ein Amphitheater hat.
Auf der anderen Seite wüssten auch viele aus der Region nicht, dass die Stadt Brugg eine kleine Bier-Brauerei beheimatet. Das soll sich aber bald ändern. «Wir müssen uns der Öffentlichkeit zeigen und die Kommunikation deutlich verbessern. Dazu gehören eine eigene Website und die Social-Media-Kanäle.»

Bereits wenige Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten lud Jürg Hässig zur ersten Vorstandssitzung ein. Neben den bisherigen Mitgliedern Bea Weber, Brigit Gerber, Thomas Schäublin und Hansruedi Sommer engagieren sich neu Peter Belart und Josef Riechsteiner im Tourismusverein. Die enge Zusammenarbeit mit Verena Rohrer von der Standortförderung Brugg Regio ist seit Jahren erfolgreich.
Hässig will nicht alles auf den Kopf stellen. Angefangene Projekte wie «Nette Toiletten» und ein Abstellplatz für Wohnmobile sollen weiterverfolgt werden. In diesem Jahr finden an zwei Sonntagen Grossveranstaltungen in der Region statt: Am 1. Mai ist das Ziel des ersten Aargau Marathons in Brugg, und am 7. August lockt der slowUp erneut Tausende Langsamverkehr-Begeisterte zum Wasserschloss. «Wir werden als Tourismusverein dabei sein», fährt Hässig fort.

Beruflich ist der 65-Jährige für einen Anbieter für intelligentes Dokumenten-Management und IT-Solutions mit Hauptsitz in Dietikon tätig. Dort kümmert er sich um Standortmarketing und Netzwerke. Seit dem 1. März betreibt das Unternehmen mit rund 200 Angestellten in der Schweiz zusätzlich ein Büro im Hightechzentrum in Brugg. «Wir sind im 3. Stock und das Büro von Brugg Regio befindet sich im Parterre. Das ist für mich natürlich perfekt, weil ich neu an zwei Tagen pro Woche in Brugg arbeite», sagt der Tourismus-Präsident.

Auch die Nähe zur Fachhochschule Nordwestschweiz weiss Hässig zu nutzen. Er war es nämlich, der im letzten Winter zusammen mit Rolf Schaeren von der Hochschule für Wirtschaft das Campus-Eisfeld realisierte und diesem mit Marketing, Sponsoring sowie Kommunikation zum Erfolg verhalf. Die beiden Männer kennen sich von der Stadt Dietikon. Schaeren ist Finanzminister, Hässig Mitglied der Schulpflege.
Die Chancen stehen gut, dass das Campus-Eisfeld im kommenden Winter – in optimierter Form – wieder zu einem beliebten Treffpunkt zwischen Brugg und Windisch wird. «Die vielen positiven Erfahrungen, die wir mit dem Team und der Bevölkerung machen konnten, möchte ich nicht missen. Ideal wäre, wenn wir das Eisfeld für die nächsten drei Jahre planen könnten. Dann müssten wir nicht jedes Mal von vorne beginnen.»

Als grossen Pluspunkt bezeichnet Hässig sein Netzwerk und die Kontakte zu grossen Unternehmen. An Ideen für Veranstaltungen, um die Region Brugg-Windisch bekannter zu machen, mangelt es ihm nicht. «Ich bin vor allem ein Macher und überzeugt, dass vieles möglich ist.»