Thalheim

Der neue Dorfladen erhält eine Baumkapelle – und wird trotz Corona-Krise eröffnet

In diesen Tagen wird der neue Volg-Laden eingerichtet, nächsten Donnerstag findet die Eröffnung statt.

In diesen Tagen wird der neue Volg-Laden eingerichtet, nächsten Donnerstag findet die Eröffnung statt.

Gestaltung der Umgebung beim Volg-Neubau hat für Diskussionen gesorgt in Thalheim – jetzt ist klar, was geplant ist.

Die Arbeiten am Volg-Neubau schreiten zügig voran in Thalheim: In diesen Tagen werden die Verkaufsregale eingerichtet, sodass der Laden ab Anfang der kommenden Woche bestückt werden kann. Erstmals offen stehen die Türen am nächsten Donnerstag, 26.März.

Philipp Amrein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der zuständigen Landi Maiengrün, ist zufrieden mit dem Fortschritt. «Wir kommen sehr gut voran», stellt er fest. «Wir sind alle sehr motiviert und freuen uns auf die Eröffnung.» Diese findet statt, nur die ursprünglich geplanten Aktionen und Aktivitäten könnten nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden in der aktuellen Corona-Krise.

Der neue, zentral gelegene, helle und übersichtliche Dorfladen ist mit 200 Quadratmetern um einiges grösser als der heutige Standort im Oberdorf, auch das Angebot kann erweitert werden. Weiterhin zur Verfügung stehen die Dienstleistungen der Post. Überdies haben die Kundinnen und Kunden künftig die Möglichkeit, bei einem Kafi einen Schwatz zu halten.

Stark ausgedehnt werden die Öffnungszeiten: von Montag bis Freitag, 7 bis 19.30 Uhr, sowie am Samstag von 8 bis 15 Uhr. «Im Herbst werden wir die neuen Öffnungszeiten analysieren», sagt Amrein. Je nach Wirtschaftlichkeit könnten dann entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Der letzte Verkaufstag im alten Volg-Laden wird übrigens übermorgen Samstag sein.

Der Gemeinderat erachtete Beitrag als angemessen

Der neue Volg-Laden mit der Wohnüberbauung «Wohnen am Talbach» hat eine lange Vorgeschichte. Der Gestaltungsplan für das Gebiet «Breiti» an der Kantonsstrasse im Unterdorf war im Juli 2012 beschlossen worden.

Für lebhafte Diskussionen sorgte die Gestaltung der öffentlichen Bereiche beim Dorfladen. Nach Ansicht des Gemeinderats sollte ein Begegnungsort entstehen für Generationen, ein Platz zum Verweilen mit breiten Treppenstufen, Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie auf der anderen Seite einem öffentlichen Naturspielplatz. Weil ein solcher Ort einen Mehrwert biete, der den Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekomme, erachtete der Gemeinderat einen finanziellen Beitrag als angemessen. Im vergangenen November genehmigte die Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit die beiden nötigen Kredite. An der Urne sind diese im Februar dann allerdings abgelehnt worden. Auf die Abstimmungen habe er zahlreiche positive Reaktionen erhalten, sagt Peter Werthmüller, der Initiant der Referenden. «Viele sind froh darüber, wie es herausgekommen ist – auch solche, die erst für die beiden Kredite waren.»

Wichtig sind gute Zu- und Wegfahrmöglichkeiten

Beim öffentlichen Zugangsbereich werde nun nur das Nötigste realisiert, antwortet Philipp Amrein auf die Frage nach der geplanten Umgebungsgestaltung. «Das heisst, ein Teil wird mit einer Grasmischung angesät und der zweite Teil mit Kies aufgefüllt.»

Für die Landi Maiengrün als Betreiberin sei in erster Linie wichtig, dass alle Kriterien erfüllt seien, um den Volg-Laden erfolgreich führen zu können: genügend Parkplätze, gute Zu- und Wegfahrtmöglichkeiten sowie gute Sichtbarkeit.

Ein öffentlicher Spielplatz auf der anderen Seite des Gebäudes wird nicht erstellt. Diese Parzelle gehöre nicht der Landi Maiengrün, führt Amrein aus. Somit handle es sich um eine Angelegenheit zwischen der Gemeinde und der Eigentümerschaft, der Immo Treier AG aus Schinz­nach-­Dorf. Diese zeichnet als Generalunternehmung auch verantwortlich für den Bau des Volg-Ladens.

Der Gemeinderat wird aufgrund der Ablehnung der beiden Kredite für den Spielplatz respektive für die Umgebungsgestaltung zwischen neuem Volg-Laden und Unterdorfbrunnen die beiden Projekte nicht aktiv weiterführen, bestätigt Gemeindeammann Roland Frauchiger auf Nachfrage. Als Eröffnungsgeschenk beteiligen will sich der Gemeinderat – «im Rahmen seiner Kompetenz» – aber an den Kosten einer Baumkapelle auf dem öffentlich zugänglichen Vorplatz.

«Die Pflanzung der Baumkapelle ist ganz im Sinne des Jurapark Aargau, der die Kosten für zwei Elsbeer-Bäume übernimmt», sagt Christine Neff, Geschäftsleiterin von Jurapark Aargau. Ferner werde auf der umgebenden Fläche Saatgut aus dem Jurapark eingesät. «Thalheim ist Parkgemeinde und der Park unterstützt im Rahmen der Kampagne ‹Natur findet Stadt – auch im Jurapark Aargau› naturnahe Aufwertungen im Siedlungsraum beziehungsweise in den Dörfern.»

Der Gemeinderat begrüsst das neue Angebot mit Lebensmitteln und Bedarfsgütern für den Haushalt sehr, hält Gemeindeammann Roland Frauchiger abschliessend fest. «Die aktuelle Corona-Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig lokale Versorgungsstrukturen sind.»

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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