Brugg
Der neue Bezirksrichter heisst Urs Herzog

Äusserst knapp – mit vier Stimmen über dem absoluten Mehr – ist der FDP-Politiker (6020 Stimmen) gewählt worden. Kontrahent Antonino Vecchio holte 5894 Stimmen.

Deborah Bläuer
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Urs Herzog wurde als Bezirksrichter gewählt.

Urs Herzog wurde als Bezirksrichter gewählt.

SEVERIN BIGLER

Bei der Bezirksrichter-Ersatzwahl hat Urs Herzog (FDP) das Rennen gemacht. Er ist der Nachfolger von Mario Etzensberger (FDP) für den Rest der Amtsperiode 2017-20. Herzog ist mit 6020 Stimmen gewählt worden. Damit liegt er knapp vor Antonino Vecchio (CVP), der 5894 Stimmen verbuchen konnte. Das absolute Mehr betrug 6016 Stimmen, die Stimmbeteiligung lag bei 41,58 Prozent.

Muss sich noch daran gewöhnen

Der 62-jährige Urs Herzog arbeitete – bis zu seiner Pensionierung letztes Jahr – 30 Jahre lang als Leitender Ingenieur und Abteilungsleiter bei Holcim Technology. Nun bringt er sein Know-how als Technical Advisor bei einem lokalen Start-up-Unternehmen ein. Zudem sitzt er im Stiftungsrat des Brugger Ferienhauses Salomonstempel Hemberg, im Verwaltungsrat eines KMU und ist im OK für das Stadtfest Brugg 2019. Herzog war fast zehn Jahre im Einwohnerrat Brugg. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in Brugg.

Der frisch gewählte Bezirksrichter muss sich noch etwas an den Gedanken gewöhnen, dass er die Wahl geschafft hat. Er fand es schwierig, den Wahlausgang abzuschätzen. Worauf sein Sieg zurückzuführen ist, kann er nicht abschliessend sagen. Allerdings räumt er ein, dass die Tatsache, dass ihn in Brugg viele Leute kennen, wahrscheinlich auch eine Rolle gespielt hat. Herzog ist froh, dass der Wahlkampf gemässigt und auf der sachlichen Ebene geführt wurde. Er ist gespannt auf seine neue Funktion und freut sich, Neues zu lernen. Gefeiert hat er an einem Familienfest und später mit der Partei im Rathaussaal.

Stolz auf die vielen Stimmen

Er sei ein bisschen enttäuscht, aber vor allem sehr stolz, sagt der unterlegene Antonino Vecchio. Das knappe Resultat zeige, dass er in der Region gut verankert sei und dass die Leute ihm gegenüber Vertrauen hätten. Insbesondere sein gutes Abschneiden im Eigenamt freut den Lupfiger. Woran es scheiterte, kann er nicht genau sagen. Möglicherweise daran, dass er in der Stadt Brugg nicht so bekannt ist, wie er meint. Sympathie und Parteizugehörigkeit hätten eventuell auch eine Rolle gespielt.

Das gute Ergebnis gibt Vecchio Mut. Er will am Ball bleiben und sich, wenn sich die Gelegenheit ergibt, vielleicht wieder einmal für ein Amt bewerben. Vecchio gönnt Urs Herzog den Sieg: «Ich gratuliere ihm herzlich und wünsche ihm viel Freude und alles Gute.»