Region Brugg

Der Lions Club Brugg wird 50 - und diskutiert über zweiten Club

Sie bilden den Lions Club Brugg.

Sie bilden den Lions Club Brugg.

Der Lions Club Brugg feiert bald sein 50-jähriges Bestehen. Die 51 Mitglieder des Service Clubs sind bekannt für ihre vielseitigen Aktivitäten, stossen aber grössenmässig an Grenzen. Diskutiert wird daher die Gründung eines zweiten Clubs.

Als der Service-Club am 6. Juni 1964 an der Charterfeier in der Klosterkirche Königsfelden als fünfter von heute dreizehn Lions Clubs im Aargau aus der Taufe gehoben wurde, rechneten die 21 Gründungsmitglieder wohl kaum damit, dass 50 Jahre später die Club-Grösse zum Problem werden könnte.

Hans-Peter Widmer, seit 1980 Mitglied, hat beim Verfassen der Jubiläumsschrift festgestellt, dass das Durchschnittsalter der Brugger Lions im Laufe der Zeit von 40 auf über 60 Jahre gestiegen ist. «Seit wenigen Tagen haben wir 51 Mitglieder – nur Männer», sagt Widmer und räumt ein: «Würde der Lions Club Brugg heute neu gegründet, wären wir vermutlich ein gemischter Club für Frauen und Männer.»

Präsident Anton Lauber schätzt die grosse Vielfalt im Club und sagt zu seiner Motivation: «Ich bin beruflich viel im Ausland unterwegs. Für mich ist der Lions Club eine gute Möglichkeit, hier in der Region wertvolle Kontakte zu Menschen unterschiedlichster Berufe und Herkunft zu pflegen. Ein bis zwei Treffen pro Monat sind für mich ideal. Auch die Referate sind bereichernd.»

Neumitglied auf Einladung

Lions-Mitglied wird man nicht auf Begehren, sondern auf Einladung. Es gehe nicht um einen Geheimbund, sondern um kameradschaftliche Verbundenheit, heisst es in der Festschrift. Ursprünglich war vorgesehen, dass man pro Berufsgattung nicht mehr als zwei Vertreter wolle, so Widmer. Bei Juristen und Ärzten sei die Regelung etwas lockerer.

«Wir haben zwar einen Weinbauer in unserem Club, aber würden gerne auch noch einen Landwirt aufnehmen», so Lauber, der Ende Juni seinen einjährigen Vorsitz turnusgemäss weitergibt.

Wie finanziert sich der Club, der auch in einem internationalen Netzwerk eingebunden ist? Geben die Mitglieder grünes Licht für die Aufnahme eines Neumitglieds, muss dieses 150 Franken Eintrittsgebühr und einen Jahresbeitrag von 250 Franken bezahlen. Immer am zweiten Dienstag im Monat treffen sie sich zum Nachtessen in der «Chämihütte» in Untersiggenthal mit anschliessendem Referat. «Teilnahme ist Ehrenpflicht», sagt Widmer. Es wird erwartet, dass man sich aktiv im Club beteiligt.

Bei den Zusammenkünften macht eine Sammelbox die Runde, mit der Geld für die zahlreichen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten gesammelt wird. Mit diesen Mitteln und Sponsorengelder fördert der Club junge Menschen und bietet Bedürftigen Hilfe an.

Über Unterstützungsbeiträge bis 1000 Franken kann der Vorstand entscheiden. Geht es um höhere Spenden, hat die Mitgliederversammlung das Sagen. Lauber sagt: «Zu zwei Dritteln erfolgt die finanzielle Hilfe auf Empfehlung eines Mitglieds. Ein Drittel sind Gesuche, die wir berücksichtigen.»

Zweiter Club steht zur Diskussion

Die Tatsache, dass die Mitgliederzahl kontinuierlich gestiegen und die intensive Beziehungspflege dadurch schwieriger geworden ist, führt zur Frage, ob es einen weiteren Club braucht. «Dazu müssen sich die Mitglieder in nächster Zeit äussern. Denkbar wäre ein zweiter Club unter dem Namen Brugg-Habsburg», fährt Lauber fort.

Gefeiert wird im Campussaal

Fester Bestandteil in der 50-jährigen Geschichte ist zudem die jahrzehntelange Jumelage-Tradition mit den Lions-Freunden aus Bad Wildungen in Nordhessen. «Dank diesen Treffen habe ich sicher schon 20 Städte in Deutschland kennen gelernt, die ich sonst kaum besucht hätte», schwärmt Hans-Peter Widmer.

Gefeiert wird der runde Geburtstag des Lions Club Brugg – in Begleitung der Frauen – am 14. Juni mit einem Festakt und -bankett im Campussaal.

Mehr Infos zum Lions Club Brugg finden Sie hier.

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