Effingen

Der letzte «Vollmondtreff» ist Geschichte: Nun sucht die Gemeinde private Organisatoren

Flurin Schütz (l.) und Fabian Thommen grillieren am Vollmondtreff. Samuel Frey

Flurin Schütz (l.) und Fabian Thommen grillieren am Vollmondtreff. Samuel Frey

Am Samstag fand der letzte vom Gemeinderat organisierte Vollmondtreff statt. Der Gemeinderat sucht nun Personen, die in Zukunft das Vollmondtreffen organisieren.

Die Glut knistert, einige Leute plaudern und stehen um den Grill herum, von dem Gerüche von Cervelats und Steaks aufsteigen. Eine Gruppe Kinder und Jugendliche sind ein wenig abseits und lachen, bis sie sich unauffällig davon machen, nur um in die warme ehemalige Militärunterkunft unter der Turnhalle zu kommen.

Die ganze Szene wird von einem grossen Vollmond beschienen: Es ist der letzte vom Gemeinderat organisierte Vollmondtreff. «Wir vom Gemeinderat haben im letzten Sommer damit angefangen an jedem Vollmond ein lockeres Treffen zu organisieren. Im Dorf hat ein Treffpunkt gefehlt: Es gab keine Beiz, keinen Laden und keine Post mehr und viele Stimmen aus der Bevölkerung haben sich einen gewünscht», sagt Vizeammann Iris Schütz.

Im Durchschnitt 30 bis 50 Leute

«Ich fahre jeden Tag durch Ittenthal und dort gibt es schon länger einen Vollmondtreff und so kam mir die Idee, dass diese Art von Treffen auch eine Möglichkeit für Effingen wäre», erklärt Gemeinderat Tobias Meier. Das erste Vollmondtreffen fand in der Alten Trotte statt und war ein voller Erfolg, wie Schütz sagt.

Aber der Gemeinderat hat sich danach entschieden, das Treffen unter der Turnhalle abzuhalten, weil es einerseits in der Alten Trotte Terminkollisionen gab und andererseits, weil die Infrastruktur in der ehemaligen Militärunterkunft nicht jedes Mal frisch aufgebaut werden muss.

Beim ungezwungenen Treffen hat der Gemeinderat normalerweise einen Grill und Getränke zum Selbstkostenpreis angeboten und die Besucher brachten das Essen selbst mit. «Wir hatten aber auch schon einige speziellere Anlässe: Im Herbst gab es einen Raclette-Vollmond und einmal hat ein Jäger eine Wildsau gesponsert und wir haben sie hier als Spanferkel den Besuchern offeriert», sagt Meier.

Die Treffen seien bis jetzt immer ein Erfolg gewesen, nur ein Ziel habe man nicht erreicht: «Wir wollten auch die Menschen aus dem Dorf abholen, die hier wohnen, die man aber nicht häufig oder gar nicht sieht», sagt der Gemeinderat Albert Vock. Im Durchschnitt haben etwa 30 bis 50 Menschen teilgenommen, sagt Meier. «Heute haben wir aber einen Tiefpunkt an Besuchern erreicht. Das liegt sicher auch daran, dass an diesem Wochenende die Sportferien begonnen haben und wir haben kaum Werbung gemacht», erklärt er weiter.

Wie geht es weiter?

Der Gemeinderat sucht nun Personen, die in Zukunft das Vollmondtreffen organisieren. Das einzig Fixe dabei sind die Vollmond-Termine. «Private können den Anlass so gestalten wie und wo sie wollen», sagt Schütz. Die fünf Gemeinderäte haben sich dazu bereit erklärt, dass jeder von ihnen ein Treffen im nächsten Jahr organisieren wird.

So bleiben nur noch sieben Treffen, die von Privaten übernommen werden sollten. «Wir haben heute Abend eine Liste aufgelegt, bis jetzt hat sich noch niemand eingeschrieben, aber wir haben schon ein paar positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten» sagt Vock. Aber wenn die Resonanz zu klein sei, müsse man das Treffen streben lassen, egal wie schön es auch war.

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