Remigen
Der Landammann sitzt mit Bürgerinnen und Bürgern am Stammtisch

Landammann Alex Hürzeler will wissen, was die Bevölkerung bewegt. Deshalb traf er sich mit Bürgerinnen und Bürgern im «Bären» Remigen zum Gedankenaustausch.

Hans-Peter Widmer
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Landammann Alex Hürzeler diskutiert mit der Bevölkerung. H.P.W.

Landammann Alex Hürzeler diskutiert mit der Bevölkerung. H.P.W.

Hans-Peter Widmer

In welchem andern Land könnte man sich eine solche Begegnung vorstellen? Der Chef einer Regierung trifft sich in einer Landbeiz mit Bürgerinnen und Bürgern zu angeregtem Gespräch – nicht unmittelbar vor Wahlen, wohlverstanden, sondern ein halbes Jahr später, ohne leisesten Verdacht auf «Stimmenfang».

So geschehen am Samstagmorgen im «Bären» Remigen, wo alle Plätze in der Gaststube besetzt waren und nach zwei Stunden die verbreitete Meinung herrschte, es habe sich gelohnt, an der Stammtischrunde mit dem neuen Aargauer Landammann Alex Hürzeler teilzunehmen.

Es sei auch gut, befand man übereinstimmend, dass es die Institution des Stammtischs als Plattform des demokratischen Diskurses zumindest ansatzweise noch gebe.

Diskutiert wurde über vielerlei: Von Schulfragen über Asylprobleme bis zu Sicherheitsanliegen, auch über Kriminaltourismus und Verkehrsprojekte – sowie über den 30 Millionen Franken hohen Schaden beim Brand im Campus-Neubau Brugg-Windisch, der dem Bildungsdirektor in die Knochen fuhr, wie er gestand.

Über die auf Hochtouren laufenden Instandstellungsarbeiten lieferte Hürzeler sozusagen brandaktuelle Informationen; etwa, dass durch Hitze, Rauch und Russ in Mitleidenschaft gezogene 200 Kilometer (!) Kabel im Neubau schon zurückgebaut wurden.

Der Landammann zeigte sich zuversichtlich, dass der Campus dank exzellentem HRS-Baumanagement und Einsatz der Handwerker rechtzeitig bezogen und die Einweihungsfeier am 22. November stattfinden könne.

Er wies auf die wichtige Rolle hin, welche die Aargauische Gemeindeversicherung AGV in der derzeitigen Schadensbewältigung spielt. Der anwesende AGV-Verwaltungsrat Jürg Hunn, Riniken, bestätigte, dass die Versicherung diesen grössten Brandfall in ihrer Geschichte verkrafte.

Die Frage, «Wie weiter in der Asylpolitik»?, interessierte die dreiköpfige Gemeinderatsdelegation mit Gemeindeammann Cordula Soland besonders. Hürzeler zeigte praktische Probleme auf, skizzierte die Bemühungen für eine Beschleunigung der Asylverfahren und betonte auch, dass Kanton und Gemeinden für Lösungen aufeinander angewiesen seien. Eine Grundlage dazu seien sachliche Gespräche.

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