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Der Kanton hat Gehör und setzt auf die Tunnellösung

Blau eingezeichnet die aktuelle Variante, die weiter verfolgt wird. Grün sind die früheren Varianten aus dem Richtplan Zwischenergebnis 2017. zvg/BVU

Blau eingezeichnet die aktuelle Variante, die weiter verfolgt wird. Grün sind die früheren Varianten aus dem Richtplan Zwischenergebnis 2017. zvg/BVU

Der Kanton hat den Gemeinden das weitere Vorgehen bezüglich Ostaargauische Strassenentwicklung (Oase) aufgezeigt – das sind die Massnahmen für Brugg-Windisch.

Ein weiterer Schritt ist gemacht: Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat kürzlich die betroffenen Gemeinden über den aktuellen Stand der Oase – dem regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau – vorgestellt und über das weitere Vorgehen informiert.

Demnach soll im Herbst 2019 die öffentliche Anhörung stattfinden und gegen Ende 2020 das Gesamtverkehrskonzept dem Grossen Rat für den Richtplan-Eintrag auf Stufe Festsetzung vorgelegt werden. Das ist einer Medienmitteilung des Kantons gestern zu entnehmen. Die Massnahmen sind geografisch unterteilt in die Regionen Brugg-Windisch sowie Baden/Wettingen. Im Zurzibiet sind im Rahmen des Oase-Konzepts keine Infrastrukturbauten geplant, dennoch dürfte das Untere Aaretal von der besseren Anbindung profitieren.

Naturräume weniger tangiert

Die aktuelle Variante im Raum Brugg-Windisch sieht einen langen Tunnel ab dem Bereich Ägerten in Brugg bis zu den Kabelwerken in Windisch vor. Oberirdisch verläuft die Strasse dann weiter bis zur geplanten Südwestumfahrung im Westen von Brugg. Deren Baubeginn ist auf Frühling 2019 vorgesehen. In zwei früheren Variante wären Brücken mitten durch sensibles Gebiet vorgesehen gewesen. Jetzt allerdings folgt der Kanton dem Wunsch von Brugg und Windisch.

Brugg wolle keine neue oberirdische Aarequerung, sagte Barbara Horlacher, Stadtammann von Brugg, bereits Mitte Juni gegenüber der AZ. Mit der Untertunnelung der Geissenschacheninsel und der Aare – so, wie es die Bestvariante nun vorsieht – werden die Naturräume und die daran angrenzenden Wohnquartiere weniger tangiert. Zudem ist diese Variante vor allem auf den Durchgangsverkehr ausgerichtet, weshalb nur zwei Zwischenanschlüsse geplant sind. Diese dürften sich im Bereich der Kabelwerke in Windisch und im Brugger Entwicklungsgebiet Aufeld/Ägerten befinden. Die Exekutiven von Brugg und Windisch haben sich für diese neu erarbeitete Bestvariante ausgesprochen. Mit dieser Massnahme soll in den Zentren mehr Platz für das Velo- und öV-Angebot geschaffen werden. Damit entstehe Potenzial für die Aufwertung des Stadt- und Freiraums, heisst es in der Mitteilung.

Baden: keine Autos auf Hochbrücke

Am partizipativen Prozess für den Raum Brugg waren neben den Zentrumsgemeinden Brugg und Windisch die Nachbargemeinden Hausen und Gebenstorf sowie der Regionalplanungsverband Brugg Region beteiligt. Unabhängig vom Oase-Projekt planen das Bundesamt für Strassen und der Kanton die Verbesserung des Anschlusses Seebli in Lupfig an die Autobahn A3. Das soll bereits in den kommenden Jahren passieren.

In Baden soll die Hochbrücke für Autos gesperrt werden. Die Brücke wird künftig als Trassee für die Limmattalbahn dienen. Zudem erhält Baden einen neuen Tunnel. Dieser wird durch den Martinsberg und den Chrüzliberg gebohrt – allerdings ohne, dass ein Anschluss bei der Mellingerstrasse realisiert wird. Und drittens wird eine neue Limmatbrücke Baden und Wettingen verbinden.

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