Veltheim
Der Hotelier zieht die Kochjacke an: Mit «Slow Food meets Fast Food» will Christian Schübert seine Gäste verwöhnen

Pächter Christian Schübert will im Februar mit dem Konzept «Trinity» im Gasthaus Bären in Veltheim neu starten.

Claudia Meier
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Besitzerin der Liegenschaft ist seit über 20 Jahren die «Genossenschaft zur Erhaltung des Gasthofs zum Bären». Christian Schübert führt das Hotel Glärnischhof in Zürich.

Besitzerin der Liegenschaft ist seit über 20 Jahren die «Genossenschaft zur Erhaltung des Gasthofs zum Bären». Christian Schübert führt das Hotel Glärnischhof in Zürich.

cm (7. März 2020) Bild: zvg

Die Covid-19-Pandemie hat der «Genossenschaft zur Erhaltung des Gasthofs zum Bären» in Veltheim im vergangenen Jahr sowohl schwierige wie schöne Situationen beschert. Einerseits wurde die Kündigung des Pächterpaars Ivonne und Stephan Haarbach aus gesundheitlichen Gründen und wegen der Coronakrise nach nur etwas mehr als einem Jahr von der Genossenschaft sehr bedauert. Andererseits bot Stephan Haarbach seine Hilfe an für die Suche eines Nachfolgers, was sofort klappte.

Mit Christian Schübert aus Ehrendingen übernimmt jetzt ein Hotelier den «Bären» im Vältner Dorfzentrum. Das Ziel des 42-Jährigen ist es, sofern es die aktuelle Situation zulässt, innerhalb der ersten beiden Februar Wochen offiziell zu eröffnen. Der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. «Wir sind absolut glücklich, dass wir in der Coronakrise einen so motivierten neuen Pächter gefunden haben», sagt Yvonne Berglund von der «Bären»-Genossenschaft.

«Für mich waren Krisen auch Chancen für Neues»

Der zweifache Familienvater ist im Jahr 2007 von Franken in die Schweiz eingewandert. Seine berufliche Laufbahn hat der gebürtige Deutsche 1999 als Koch begonnen. Später absolvierte er eine Hotelfachausbildung sowie diverse Zusatz- und Weiterbildungen. Seine Ehefrau Maren lernte er 2009 als Arbeitskollegin in Leukerbad kennen. Sie ist ebenfalls gelernte Hotelfachfrau. 2010 übernahm Christian Schübert den ersten Direktionsposten in Wengen. Drei Saisons später wechselte er von den Bergen in die Züricher Innenstadt, wo er das Hotel Glärnischhof bis heute führen darf.

Das Coronajahr hat das Hotelgeschäft in den Städten hart getroffen. «Seit Mitte März steht unser Business quasi still», so Schübert. Eigentlich hätte das Jahr 2020 das beste Geschäftsergebnis in der Geschichte des Zürcher Unternehmens werden sollen. «Alle Zeichen standen für ein sehr erfolgreiches Jahr», fährt der Hotelier fort. Doch es sei alles anders gekommen.

«Für mich waren schon immer Krisen und Rückschläge auch eine Chance für Neues», sagt der 42-Jährige. Den Mut zu haben, eingefahrene Strukturen zu durchbrechen und neue Risiken einzugehen, habe ihn schon in seiner Jugend geprägt.

In der Not hat er diverse Gerichte ausprobiert

Im vergangenen Sommer hat er angefangen zu überlegen, wie er so gut wie möglich aus der aktuellen Krise herauskommen könnte. Da die Hotelbranche gerade in Zürich kurzfristig nicht zu retten oder zu ändern sei, habe er sich wieder auf seine Wurzeln als Koch besonnen. Schnell hatte er ein Grobkonzept entwickelt, das die lokale Bevölkerung ansprechen und unabhängig von äusseren Gegebenheiten funktionieren sollte.

Dann ging es ans Umsetzen: Schübert zog die Kochjacke an und probierte diverse Gerichte aus. Zu jenem Zeitpunkt war es ihm allerdings nicht möglich, im Zürcher Hotel eine Strategieänderung vorzunehmen, weil die Eigentümerschaft zuerst mal die Krise abwarten wollte. Das kam für Schübert aber nicht in Frage und er setzte alles auf eine Karte. Er suchte sich ein geeignetes Lokal und wurde Ende September in Veltheim fündig.

Schnitzel «Wiener Art», Cordon bleu und Burger

Im «Bären» fand er die optimale Ausgangslage für einen Neuanfang. «Die Lage erlaubt es unserer Familie, nicht umziehen zu müssen und die Verbundenheit zur Region bleibt bestehen. Perfekt», so Schübert. Die Formalitäten waren schnell geklärt.

Unter dem neuen Konzept «Trinity» versteht der Pächter die Dreifaltigkeit des guten Geschmacks. Nach dem Grundsatz «Slow Food meets Fast Food» will er seine Gäste verwöhnen. Angeboten werden Schnitzel «Wiener Art», Cordon bleu und vielfältige Burger-Gerichte sowie vegetarische Varianten.

Aargauer Gastro-News 2021

Stein, 27. Februar: Das Alte Zollhaus am Steiner Brückenkopf bietet derzeit einen recht trostlosen Anblick. Bei der Referendumsabstimmung vom 7. März wird mitunter darüber entschieden, ob die Liegenschaft in private Hand wechselt, sowie aufgewertet und umgenutzt wird.
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Waltenschwil, 26. Februar: Auf dem Parkplatz des Restaurants «Volare» sind derzeit keine Autos, sondern Wohnmobile zu finden. Adriano Caranci bewirtet seine Gäste in ihrem Wohnmobil auf seinem Restaurantparkplatz.
Unterentfelden, 24. Februar: Die Unterentfelder eine Sammelaktion für ihre einzige Dorfbeiz, das Restaurant Post, gestartet. Keine 24 Stunden später sind die 18'000 Franken bereits zusammen. Die der Wirtefamilie Sengül und die Initianten können es kaum fassen.
Wettingen, 24. Februar: Mit Ideenreichtum und kleinen Aktionen wie der Krisenkiste, der Quarantänebox oder einem Strassenverkauf stemmte sich Lägerebräu gegen die Auswirkungen der Pandemie. Das überschüssige Winterbier wurde unter die Leute gebracht.
Herznach, 23. Februar: Im Dezember 2020 haben Markus und Urs Müller die frühere Metzgerei Gasser übernommen. Das Team freut sich über den gelungenen Start: Das Geschäft sei «sehr gut angelaufen, die Umsätze stimmen».
Rheinfelden, 20. Februar: Am 1. April will ein neues Bistro am Rheinufer «festmachen:» «Dock 11» soll es heissen und laut Andreas Probst, der das Bistro mit seiner Schwester führen wird, Hafenfeeling im Zähringerstädtchen verbreiten.
Aarau, 17. Februar: Es ist noch ein langer Weg, bis das KIFF 2.0 eröffnet werden kann. Auf dem Weg zum grossen Ziel ist den Initianten aber ein grosser Schritt gelungen: Sie fanden in der Aargauischen Kantonalbank einen Hauptsponsor.
Baden, 17. Februar: Für Felix Meier, Chef von "Müllerbräu", gibt es trotz der schwierigen Lage aufgrund der Pandemie eine gute Nachricht: Die Leute trinken deutlich mehr Bier zu Hause als vor Corona.
Rietheim, 13. Februar: Sali Mehmetaj, der ehemalige Koch des Restaurants Krone, übernimmt auf Anfang März den Betrieb. Anbieten will er Schweizer und internationale Spezialitäten wie heisser Stein und als Besonderheit Cordon-bleu-Festival.
Bözen, 12. Februar: Das Restaurant Post bietet neben dem Take-away-auch ein «Do it yourself»-Angebot mit Video-Anleitung für den Genuss zu Hause.
Würenlingen, 12. Februar: Nach einem schwierigen Jahr für Andreas Meier, Besitzer des Weinguts zum Sternen, entstand die Idee, die Kunden mit einem Degustationskoffer mit zwölf verschiedenen Weinen «gluschtig» zu machen.
Stetten, 11. Februar: Auch Schnapsbrenner Lorenz Humbel setzt die Coronakrise zu. Doch Not machte erfinderisch: Mit seinem Desinfektoinsmittel auf Kirschbasis schaffte es Humbel mit dem «edelsten Desinfektionsmittel der Schweiz» in die nationalen Schlagzeilen.
Aarau, 8. Februar: Vor sieben Jahren rief Urs Marrer (l.) mit seinem langjährigen Freund, Küchenchef Robin Dürlewanger, das «Beluga» ins Leben. Einst zum besten Lokal Aaraus gekürt, muss das Restaurant nun wegen Krankheit und den Auswirkungen der Coronapandemie schliessen.
Endingen, 2. Februar: Patrick Arnold betreibt ab der kommenden Saison 2021 den Kiosk in der Badi Endingen. «Ich suche eine neue Herausforderung», sagt der gelernte Koch.
Muri, 29. Januar: Burkard Kreyenbühl bäckt vor seiner Filiale seit kurzem frisches Holzofenbrot. So kann er seine Angestellten in der Backstube trotz wegen Corona geschlossenem Café beschäftigen.
Gränichen, 29. Januar: Thomas Rey (63) war langjähriger Koch im Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg. Im August geht er in Rente.
Niederrohrdorf, 25. Januar: Roberto Kaiser war im Catering tätig. Seit Corona betreibt er einen VW-Foodtruck und serviert unter anderem Uruguayische Chivitos und argentinische Chimichurri-Sauce.
Uezwil, 12. Januar: Generationen kauften im Uezwiler «Stiefeliryter» Brot, assen im Restaurant oder tranken in der Bar. Mitte Januar wird er abgerissen.
Schöftland, 10. Januar: Das Lokal «Haltestelle» wurde abgerissen. Die Schöftler Innenarchitekten Markus Würgler und Dominic Bäni bewahrten 33 Stühle vor der Schuttmulde
Veltheim, 6. Januar: Pächter Christian Schübert will im Februar mit dem Konzept «Trinity» im Gasthaus Bären neu starten.
Bad Zurzach, 4. Januar: Der Traditionsgasthof Schlüssel verschwindet. An seiner Stelle werden Wohnungen gebaut. Das Tavernenrecht im seit zwei Jahren leerstehenden Gebäude im Bad Zurzacher Ortskern bleibt allerdings erhalten.
Wohlen, 4. Januar: Mit der Eröffnung ihres «Tom’s Diner» in Wohlen erfüllt sich für Carmen Stadelmann und Thomas Gieler heute ein lang gehegter Traum.
Leibstadt, 31. Dezember: Ein halbes Jahrhundert haben Theres und Urs Welte-Michel ihre Gäste im Landgasthaus «Schützen» bewirtet. 1970 übernahmen sie es in dritter Generation – jetzt schalten sie einen Gang zurück.
Villmergen, 31. Dezember: Die Wohler Frits van der Graaff und Sarah Dubler wagen trotz Coronakrise etwas in der Gastronomie und haben das Villmerger Bistro «Güggibueb» neu gepachtet.
Schinznach, 22. Dezember: Rettung in letzter Sekunde: Der «Bären» schlägt im 2021 neues Kapitel auf. Der Betrieb des Schinznacher Gasthofs soll dank einer neuen GmbH gewährleistet bleiben.
Wohlen/Brugg, 22. Dezember: Weil die Kunden wegblieben, hat Marco Polo seine Hotels in Wohlen und Brugg zu möblierten Wohnungen umgestellt. Das Hotel Sonne in Bremgarten bleibt wie bisher. Und in Bremgarten gibt es bald Take-away-Sushi.
Gränichen, 17. Dezember: Ein emotionales Schreiben erreichte die Gäste des Erlebniswirtshaus Rütihof am Mittwoch. Wirt Andreas Fetscher informiert über die temporäre Schliessung bis März 2021 – aber auch über die ungewisse Zukunft.
Bözberg, 17. Dezember: Die Türen des traditionsreichen Landgasthofs Vierlinden an der Bözbergstrasse bleiben zu. Im Amtsblatt ist der Konkurs der Vierlinden Gastro GmbH vorläufig publiziert.
Koblenz, 16. Dezember: Ferdinand und Angie Breg verkaufen die Liegenschaft samt Gasthaus «Engel». Was mit dem Lokal passiert, ist ungewiss. Das Ehepaar hat derweil im Kanton St. Gallen eine neue Herausforderung gefunden.

Stein, 27. Februar: Das Alte Zollhaus am Steiner Brückenkopf bietet derzeit einen recht trostlosen Anblick. Bei der Referendumsabstimmung vom 7. März wird mitunter darüber entschieden, ob die Liegenschaft in private Hand wechselt, sowie aufgewertet und umgenutzt wird.

Bild: Uwe Melzer (2. Dezember 2019)