Region Brugg
Der Hightech-Standort braucht viele Hochqualifizierte

Die neue NAB-Regionalstudie zu Bildung und Arbeitsmarkt im Aargau zeigt den enormen Bedarf der Unternehmen im Kanton an qualifizierten Arbeitskräften aller Fachrichtungen.

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Präsentation der NAB-Regionalstudie (von links): Clemens Hochreuter, Leiter Firmenkundengeschäft Brugg, Rolf Wolfensberger, Regionenleiter Brugg, Simon Hurst, CS-Ökonom, Sandro Meichtry, Leiter Private Banking.

Präsentation der NAB-Regionalstudie (von links): Clemens Hochreuter, Leiter Firmenkundengeschäft Brugg, Rolf Wolfensberger, Regionenleiter Brugg, Simon Hurst, CS-Ökonom, Sandro Meichtry, Leiter Private Banking.

zvg / NAB

Die Regionalstudie 2015 der Neuen Aargauer Bank (NAB) zeigt auf, dass der Aargau über die fünfthöchste Standortqualität aller Kantone verfügt. Die Region Brugg/Zurzach liegt bei der Standortqualität auf dem guten Rang 20 von 110 Schweizer Regionen und hat sich seit dem letzten Jahr um drei Plätze verbessert. Im kantonalen Vergleich liegt Brugg/Zurzach hinter der Region Baden auf Platz 2.

Im Landgasthof zu den drei Sternen in Brunegg informierten Clemens Hochreutener, Leiter des Firmenkundengeschäfts, und Sandro Meichtry, Leiter des Private Bankings, über die neuen Erkenntnisse für die Region Brugg/Zurzach. Vorgestellt wurde die Studie «Welche Bildung braucht der Arbeitsmarkt?» durch Credit-Suisse-Ökonom Simon Hurst.

Die Region Brugg/Zurzach punktet gemäss der aktuellen NAB-Regionalstudie im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt mit der guten Erreichbarkeit und durch ihre Steuerattraktivität. Andererseits hat die Region ein grösseres Defizit bei den Hochqualifizierten. Ein Grund dafür sind die zahlreichen Wegpendler, die für eine geringe Nutzung des eigenen Potenzials sorgen. Die Region Brugg/Zurzach liegt beim Bildungsstand im kantonalen Durchschnitt. Entsprechend ist die Berufslehre noch immer die am weitesten verbreitete Ausbildung in der Region. Sie dominiert in Verkauf, Industrie und Baugewerbe.

Im regionalen Arbeitsmarkt wachsen die Unternehmensdienstleistungen überdurchschnittlich stark. Beim Branchenmix sind die Elektrotechnik, Elektronik und Uhren sowie Forschung und Entwicklung die Zugpferde. Stark ins Gewicht fällt die hohe Hightech-Prägung. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, benötigen die Wachstumsbranchen in der Region Brugg/Zurzach viele Hochqualifizierte. Um den Wissenstransfer zu forcieren, müssen sich auch Unternehmen ansiedeln, in die das Wissen eingebracht werden kann.

Der 2013 eröffnete Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch trägt viel zum Bildungs- und Hochschulkanton Aargau bei. Damit und durch die Zusammenarbeit mit dem nahe gelegenen Paul-Scherrer-Institut positioniert sich die Region Brugg/Zurzach im Kanton Aargau als zentraler Bildungsstandort. (az)