Thalheim
Der Hägibach in Thalheim erhält ein naturnah gestaltetes Bachbett

Das künftige Breiti-Quartier in Thalheim weist ein attraktives Element auf: Im Zuge der Arealerschliessung ist der Hägibach im unteren Teil frei- und umgelegt und naturnah gestaltet worden.

Max Weyermann
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Der Hägibach fliesst nun auf rund 180 Metern in offener Führung mitten durch das Areal Breiti in Richtung Talbach.

Der Hägibach fliesst nun auf rund 180 Metern in offener Führung mitten durch das Areal Breiti in Richtung Talbach.

Max Weyermann

Der weiter hinten im Tal im Gebiet Milchbrunnen entspringende Hägibach fliesst zwar wie bisher eingedolt unter der Kantonsstrasse in Thalheim durch, präsentiert sich dann aber neu auf einer Länge von 183 Metern freigelegt. Er fliesst nicht mehr auf direktem Weg in den Talbach, sondern via eine Kurve mitten durch das künftige Unterdorf-Quartier Breiti.

Auf dessen rund 1,4 Hektaren messender Fläche soll gemäss Gestaltungsplan die Realisierung verschiedenartiger Wohnbauten für eventuell mehr als 100 Personen möglich sein. «Um in Zukunft die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können, strebt Thalheim ein moderates Bevölkerungswachstum an», hielt Gemeindeammann Roland Frauchiger anlässlich der Einweihungsfeier auf dem Gelände fest. Mit von der Partie waren diverse der 15 involvierten Landeigentümer.

Die Kosten für die nach gesetzlichen Vorgaben ausgeführte Bachöffnung dürften gemäss Reto Porta vom Ingenieurbüro Porta Nord AG in Brugg rund 400 000 Franken und somit gut 70 000 Franken weniger ausmachen als ursprünglich budgetiert. Der Kanton bezahlt daran dem Vernehmen nach 65 Prozent, die Thalheimer haben 35 Prozent beizutragen.

Die 4 Meter breite rund 280 Meter lange, mit den erforderlichen Werkleitungen versehene Erschliessungsstrasse auf dem Areal Breiti, die den Bach mittels einer Brücke überquert und im Norden in der Nähe der Polenstrasse in die Hauptstrasse einmündet, weist zwar eine erste Teerschicht auf, es fehlt jedoch noch der Deckbelag. Im Zuge der Bauarbeiten rund um die Erschliessung mit rund 4500 Kubikmetern Aushub kamen keine archäologischen Funde zum Vorschein.

Gemeindeammann Roland Frauchiger dankte den Landbesitzern, den Planern sowie den beteiligten Baufirmen für das konstruktive Zusammenwirken im Zuge des mehrjährigen, anspruchsvollen Entwicklungs- und Ausführungsprozesses. Unter anderem waren im Zusammenhang mit dem Landbedarf für die Bachöffnung auch Umverteilungen im Bereich der einzelnen Parzellen unumgänglich.