Villnachern

Der Gemeinderat will den Sparhebel ansetzen

Gemeindehaus in Villnachern. (Archiv)

Gemeindehaus in Villnachern. (Archiv)

In Villnachern sind 23 Massnahmen erarbeitet worden, um die Gemeinderechnung nachhaltig zu entlasten. Vier davon werden bereits im Budget 2018 berücksichtigt.

Die finanzielle Situation der Gemeinde Villnachern ist angespannt: Um für eine Entlastung zu sorgen, hat der Gemeinderat zusammen mit einer Beratungs- und Revisionsunternehmung im März dieses Jahres das Projekt «Kommunale Finanzentwicklung» angepackt. Darüber informiert wird an der Gemeindeversammlung morgen Donnerstagabend.

Mit den betroffenen Mitarbeitern, der Schule sowie weiteren Stellen wurden 23 Massnahmen erarbeitet, die in drei Prioritäten eingeteilt wurden.

Vier Massnahmen, führt der Gemeinderat aus, werden kurzfristig umgesetzt und sind deshalb bereits im Budget 2018 berücksichtigt: bei der Informatik Gemeindeverwaltung die Kostenreduktion Support; beim Personalaufwand die Streichung der – freiwilligen – Übernahme von Arbeitnehmer-Beiträgen; bei der Primarschule die Finanzierung der Schulreisen und Exkursionen über die «Papierkasse»; bei den Bestattungen der Verzicht auf den Gemeindebeitrag von 400 Franken pro Todesfall. Die Rede ist von einem Einsparpotenzial von 9900 Franken.

Budget schliesst mit Verlust

Mit rund 213 500 Franken befindet sich das grösste Einsparpotenzial in der Priorität 2. Benötigt werden gemäss Gemeinderat aber noch zusätzliche Abklärungen. «Ein nachhaltiger Spareffekt ist deshalb frühestens auf das Jahr 2019 oder später zu erwarten.»

Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Abklärungen und Beschlüsse vorgenommen und die Massnahmen in den Budgets umgesetzt werden, so die Behörde. Die abschliessende Verantwortung liege bei den Stimmberechtigten: Sie müssen die jeweiligen Budgets genehmigen.

Das Budget 2018 schliesst mit einem Verlust von 16 700 Franken ab und basiert auf einem Steuerfuss von 120 Prozent. Der Steuerfussabtausch mit dem Kanton wird also vorgenommen. Ausgewiesen ist die Entnahme aus der Aufwertungsreserve von 163 600 Franken als ausserordentliches Ergebnis. Ab 2019 soll auf die Entnahme aus der Aufwertungsreserve verzichtet werden.

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über die – unveränderten – Entschädigungen für den Gemeinderat sowie die Ermächtigung an den Gemeinderat zum Verkauf von zwei Parzellen. Unter «Verschiedenes» orientiert wird über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung.

Diskussion um Zusammenschluss

Bei den Ortsbürgern steht ein Projektierungskredit von 5000 Franken zur Diskussion für die Ausarbeitung eines Zusammenschlusses der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde. Ein solcher könnte der Einwohnergemeinde zu einem stabileren finanziellen Haushalt verhelfen, hält der Gemeinderat fest.

Denn vermindert werden könnten nicht nur die Verwaltungskosten, weil eine doppelte Rechnungsführung entfällt. Auch das Finanzvermögen der beiden Gemeinden würde zusammengelegt. Dieses könnte wiederum für Investitionen zum Beispiel im Strassenbereich oder weitere Infrastrukturprojekten eingesetzt werden.

Das Ergebnis der Umfrage zu diesem Zusammenschluss fiel mit 18 zu 20 Stimmen zwar knapp negativ aus. Trotzdem will die Behörde das Projekt weiterverfolgen – mit der Begründung, dass nur 38 von 69 Stimmberechtigten an der Umfrage teilnahmen.

Gemeindeversammlung Donnerstag, 30. November, 20.15 Uhr, Gemeindesaal, Mehrzweckgebäude.

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