«Hinz und Kunz» hat so richtig eingeschlagen in Windisch. Mit der Theaterproduktion wurden der Alltag und der Wandel des Unterdorfs dargestellt. Sämtliche Vorstellungen, die im letzten Jahr über die Bühne gingen, waren restlos ausverkauft.

An der Mitgliederversammlung ist jetzt der Abschluss präsentiert und wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Die beiden primären Zielsetzungen sind erreicht worden: das Verwirklichen eines grösseren Theaterprojekts in der Region sowie das Zusammenleben in einem Quartier sichtbar machen. Die Produktionsleitung freut sich auch über den finanziellen Erfolg. Dank Vorverkauf und grossen Anstrengungen im Bereich Sponsoring konnte ein Überschuss von über 10 000 Franken erzielt werden. Verwendet werden soll dieser für weitere kulturelle, soziale, sportliche, aber vor allem verbindende Aktionen im Quartier – niederschwellig und unbürokratisch.

Gesamtleiter Christian Bolt spricht von einer «wohltuenden Zufriedenheit, dass ‹Hinz und Kunz› von der ersten Idee bis zum Projektabschluss inklusive Finanzen für alle darin Involvierten und das Publikum ein positives und prägendes Erlebnis war». Die Zuversicht habe gestärkt werden können, dass gemeinsam sehr vieles möglich ist «und es auch lustvoll und bereichernd ist, sich persönlich darauf einzulassen».

Alles in allem sahen über 1800 Zuschauerinnen und Zuschauer «Hinz und Kunz». «Dass Adrian Meyer als Autor und Regisseur verpflichtet werden konnte, war ein Glücksfall», zieht die Produktionsleitung Fazit. «Seine Erfahrung mit Laientheatern erwies sich als sehr hilfreich, ja notwendig für die Dimensionen, welche das Theaterprojekt annahm.»

Die von Marc Urech professionell gestaltete Begleitung durch Chor und Orchester, mit mehreren Eigenkompositionen für die Inszenierung, habe Unterwindisch zum Klingen gebracht. Und Jacqueline Weiss als Bühnenbildnerin schliesslich habe markante und überzeugende Akzente gesetzt. Kurz: «Was die rund 200 aktiv Beteiligten im Sommer 2014 auf die Strassen des Quartiers und die Bühne Diesellokal gebracht haben, war eine grosse Leistung und bleibt eine verbindende Erfahrung im Quartier.» (mhu)