Brugg
Der Gasthof «Löwen» erhält gleich sechzehn neue Nachbarn

Auf dem freien Areal hinter dem stattlichen Gasthaus im Ortsteil Umiken ist ein Mehrfamilienhaus mit sechzehn Wohnungen und einer Tiefgarage geplant. Damit erhält das bekannte Gasthaus einige Nachbarn.

Michael Hunziker
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Beim Restaurant ist ein Neubau mit insgesamt 16 Wohnungen vorgesehen.

Beim Restaurant ist ein Neubau mit insgesamt 16 Wohnungen vorgesehen.

Michael Hunziker

Stolzes Vorhaben an der Baslerstrasse im Brugger Ortsteil Umiken: Unmittelbar beim «Löwen» soll ein neues Mehrfamilienhaus entstehen. Am bekannten Gasthaus ändert sich nichts, räumt der zuständige Architekt Andreas Zehnder vom Büro rgp Architekten aus Baden allfällige Bedenken gleich beiseite. «Die Gebäude bleiben in der heutigen Form erhalten.»

Zu stehen kommt der Neubau Richtung Bahndamm. Für Zehnder liegen die Vorteile auf der Hand: Denn weil sich das Areal in der Wohn- und Gewerbezone befindet, sind bei einem Bauvorhaben 25 Prozent Gewerbefläche gefordert. Diese Vorgabe könne durch den benachbarten «Löwen» erreicht werden. «Es macht also Sinn, die Liegenschaft stehen zu lassen. Auf diese Weise können wir den verlangten Gewerbeanteil für die gesamte Bruttogeschossfläche ausweisen.»

Für das Grundstück seien ursprünglich auch andere Ideen vorhanden gewesen, blickt der Architekt zurück. In den letzten Jahren seien diverse Studien erstellt und verschiedene Möglichkeiten geprüft worden. Vorgesehen ist jetzt ein Mehrfamilienhaus mit Flachdach und Tiefgarage.

Die Zufahrt erfolgt von der Baslerstrasse her. In den vier Obergeschossen sind über Treppenhaus und Lift die insgesamt 16 Mietwohnungen mit 11/2 bis 31/2 Zimmern zu erreichen. Als Zielgruppe bezeichnet Zehnder Einzelpersonen oder auch Paare.

Geboten würden helle Räumlichkeiten und ein moderner Ausbau sowie grosszügige, gedeckte, nach Süden oder Südwesten ausgerichtete Aussenräume. Fast alle Wohnungen seien zudem ausgestattet mit einem Reduit. «Die Situation ist ideal. Das Gewerbe befindet sich direkt an der Strasse, die Wohnungen etwas geschützt in der zweiten Reihe.»

Baustart im nächsten Frühling

Zur hohen Wohnqualität trage der Umstand bei, dass ein gewisser Abstand zum Restaurant eingehalten werden könne, fährt Zehnder fort und nennt die Stichworte Ausnützungsziffer und Mehrlängenzuschlag respektive Grenzabstand.

In Abklärungen mit der Stadt Brugg seien für die beteiligten Parteien befriedigende Lösungen gefunden worden. «Die Zusammenarbeit war erfreulich, die Gespräche fanden in einem sehr angenehmen Rahmen statt», lobt der Architekt.

Verlauft alles planmässig, können die Bauarbeiten im Frühling des nächsten Jahres an die Hand genommen und die Wohnungen im Sommer 2017 bezugsbereit sein. Gerechnet wird mit Kosten von rund 5,2 Mio. Franken. Das Baugesuch liegt bis 24. August auf der Abteilung Planung und Bau in Brugg auf.