Eine Ära geht zu Ende in Bözberg: Am Donnerstag hat der Gasthof Bären zum letzten Mal geöffnet unter Maria Wirz. Auf die Frage nach den Gründen für die Schliessung verwies die Chefin am Tag zuvor am Telefon auf ihr Pensionsalter. Nähere Ausführungen – auch zur Zukunft der stattlichen Liegenschaft mit dem Festsaal und den Hotelzimmern – mochte sie allerdings nicht machen.

Der «Bären» zählt mit Baujahr 1779 nach eigenen Angaben zu den ältesten Gasthöfen der Schweiz. Auf der Website wird auf die Geschichte eingegangen, die mit der Eröffnung der Bözbergstrasse begann. Einst verkehrten auf dieser die von Pferden gezogenen Postkutschen. «Zur Poesie der Postreise gehörte es, dass der Postillion sein Posthorn blies und das Kommen des Reisezuges ankündigte.»

Rasten und einkehren, aus- und einspannen hätten zum Lebensbild gehört, wird weiter ausgeführt. «Da standen Baumwollwagen mit ihrem teuren Gute, Eisenfracht aus England, dazwischen Reiter und Wanderer. Handwerksburschen zogen in Trupps von 20 bis 30 Mann ihren Arbeitsstellen zu.» Auffällig gewesen seien Pilger, die nach Einsiedeln wallfahrten. Diese hätten mit dicker Milch vorliebgenommen und die Nacht gegen ein paar Kupferstücke verbracht in der Remise. (mhu)

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