«Dass wir die Stahlwolle zum Glühen bringen konnten, hat uns am besten gefallen», sind sich Céline und Diane von der 6. Klasse der Primarschule Stapfer in Brugg einig. Den ganzen Dienstag beschäftigen sie sich zusammen mit ihren 18 Mitschülern mit dem Thema Elektrizität, führen Experimente durch und halten die Beobachtungen in ihrem Forschungsjournal fest. Am Nachmittag ist hoher Besuch angesagt: Bildungsdirektor Alex Hürzeler wird von den Schülern vor dem Schulhaus wie ein Popstar empfangen. Zur Begrüssung singen alle das Stapferlied. 

Schüler singen für Bildungsdirektor Hürzeler

Unterstützung für Lehrperson

Das Mobile Lernlabor (Mobilab) der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz war am Morgen mit einem Kleinlastwagen vorgefahren und brachte Experimentierkästen mit allem Zubehör für die Schüler mit. Mit dabei ist auch Expertin Sandra Nachtigal mir einem Studenten vom Mobilab-Team – als fachliche Unterstützung für Lehrerin Barbara Gabathuler. «Das ist ein super Angebot und macht Spass. Wir beschäftigen uns in der Klasse schon länger mit dem Thema Energie und besuchten auch das Kraftwerk auf dem Grimsel», so Gabathuler.

Schon der zweite Experimentierkasten

Die Schüler suchen an diesem Tag beim Experimentieren Antworten auf folgenden Fragen: Was ist elektrische Ladung? Wie bewegt sich der Strom? Wie wirkt Strom? Regierungsrat Alex Hürzeler setzt sich zu den Schülern und lässt sich die Versuche erklären. «Macht ihr zu Hause auch solche Experimente?», will der Bildungsdirektor von zwei Buben wissen. Jonas und Miro holen eine Batterie und mehrere Kabel aus dem Kasten und basteln eine Serie- und Parallelschaltung.

Die Klasse verbrachte schon einmal einen ganzen Tag mit dem Mobilab. «Der Experimentierkasten Elektrizität ist eindeutig besser als derjenige zum Thema Luft», sind sich die Jonas und Miro einig. Das Thema Luft sei etwas langweilig gewesen. Sandra Nachtigal motiviert die Schüler am Schluss, ihr weiterführende Experimente zu mailen, um diese auf der Website aufzuschalten.