Morgens um 9 Uhr sitzen noch nicht sehr viele Gäste auf der Terrasse des Restaurants. Allen merkt man an: Nicht das Gipfeli und der Kaffee sind für sie primär interessant, sondern der Flugplatz Birrfeld. Für den neuen Gast mutet noch alles ruhig an. Aber dann spitzt er die Ohren und hört die Kleinflugzeuge. Ihr Röhren ist zwar nicht mit demjenigen eines Airbus zu vergleichen, aber es ist gleichwohl markant.

Mit einem Mal wird es lebendig. Ein Flugzeug nach dem andern wird aus seiner Hülle befreit und klar gemacht. Dann rollt es – oft mit einem Piloten und einem Gast besetzt – zur Startbahn, verharrt kurz, fährt los, gewinnt an Tempo – und hebt ab.

Bemerkt der Flugplatz Birrfeld Unterschiede zwischen dem Sommer und dem Winter? «Aber ja», betont Roger Trüb, Flugplatzchef und Flugschullehrer. «Der Flugbetrieb ist im Sommer bei uns sehr viel intensiver.» Weswegen? «Wir haben länger Tageslicht als im Winter und auch weit öfter gutes Flugwetter. Deshalb verzeichnen wir während der Sommermonate ungleich mehr Flugbewegungen als in den kalten Monaten.»

50 historische Flugzeuge erwartet

Trüb lächelt: «Die Mitarbeiter freuen sich natürlich, ‹wänn öppis lauft›. Seitens der Flugschule in der Vermietung von Flugzeugen und beim Flugplatz betreffend der Landetaxen sind wir direkt abhängig von der Anzahl Flugstunden und der Landungen», erzählt der Flugplatzchef weiter. Nur wenn viel geflogen werde, rentiere der Flugplatz, unterstreicht Trüb und doppelt nach: «Abhängig vom schönen Wetter ist auch unser Restaurant.»

Mitunter zähle man an einem schönen Sonntag über 1000 Besucher auf dem Flugplatz. Es dürften noch mehr werden am Samstag, 23. August, beim Sommernachtsfest. An diesem Tag wird sich die Antique Airplane Association mit bis zu 50 wunderschönen, historischen Flugzeugen im Birrfeld zu einem sogenannten Fly-In treffen. Diese können natürlich am Boden angeschaut werden – Fachsimpeln mit den jeweiligen Piloten inklusive.

Start der Veranstaltung ist um ca. 14 Uhr mit den ersten Einflügen von Oldtimern. Ein Sommernachtsfest wird in der Regel optisch und akustisch glanzvoll beendet: mit einem Feuerwerk. Das wird auch am 23. August der Fall sein – um 22 Uhr. Ist der rauschende Anlass vorbei, wird ein Teil der Oldtimer – je nach Wetter – erst am Sonntagmorgen das Birrfeld verlassen, um vielleicht wiederzukommen.