Birrfeld

Der Flugplatz Birrfeld hat die vergesslichsten Piloten

Flugzeug nach der Landung auf Flugplatz Birrfeld.

Flugzeug nach der Landung auf Flugplatz Birrfeld.

Auf dem Birrfeld denken die Piloten oft nicht daran, ihre Landung mitzuteilen. Mit 44 vergessenen Landungen im Jahr 2010 ist der Aargauer Flugplatz Spitzenreiter. Der Flugplatzleiter fordert nun von den Piloten mehr Disziplin.

Wenn ein Pilot mit seinem Flugzeug im Ausland oder in der Nacht unterwegs war, muss er seine Landung in der Schweiz zwingend melden. Auf dem Flughafen Birrfeld ist das häufig nicht der Fall.

Der Grund ist für Flugplatzchef Roger Trüeb klar: «Piloten, die sonst meist in der Schweiz fliegen, müssen normalerweise nicht daran denken, sich zu melden. Sind sie dann mal im Ausland unterwegs vergessen sie das Prozedere schlichtweg», sagt Trüeb gegenüber Schweizer Radio DRS.

Suche mit Polizei, Rega, Militär

Das Problem: Meldet sich der Pilot eine halbe Stunde nach der geplanten Landezeit nicht telefonisch bei der Flugplatzleitung gibt es einen Alarm. Eine Suchaktion wird eingeleitet - als erstes mit einem Telefonanruf an den Zielflugplatz. Hier muss bestätigt werden, dass das Flugzeug gelandet ist.

Ist das nicht der Fall, muss jemand durch die Hangare laufen und den vermissten Piloten aufspüren. War die Suche erfolglos, wird es noch aufwändiger: Dann kommt die Polizei, die Rega oder sogar das Militär zum Einsatz. «Zum Glück können wir in den meisten Fällen die Lage bereits am Telefon klären», so Trüeb gegenüber der az.

Um nicht immer langwierige Telefonkonferenzen zu halten, fordert Flugplatzchef Trüeb nun mehr Disziplin von den Piloten. Als Gedankenstütze wurden überall auf dem Flugplatz tafeln montiert und den Piloten Aufkleber mit der entsprechenden Telefonnummer verteilt.

In Grenchen kein Problem

Kein Problem mit vergessenen Landungen gibt es am Flughafen Grenchen. Dort übernehmen laut SR DRS die Fluglotsen die Landemeldungen. Der Pilot muss also nicht daran denken. (jep)

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