Campus
Der Campus Brugg-Windisch soll Bewegung in die Region bringen

Der Campus Brugg-Windisch ist ein omnipräsentes Thema. Brugg Regio lud zu einer Veranstaltung in die Fachhochschule, die sich mit Bedürfnissen, Erwartungen und Herausforderungen auseinandersetzte.

Elisabeth Feller
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Diskutieren in der Aula der FHNW über Themen, die danach auf farbigem Papier formuliert und an die Wände geheftet werden. Emanuel Freudiger

Diskutieren in der Aula der FHNW über Themen, die danach auf farbigem Papier formuliert und an die Wände geheftet werden. Emanuel Freudiger

«Wir sind noch mit angezogenen Bremsen unterwegs», gibt Martin Klöti, Institutsleiter FHNW Technik für Geistes- und Naturwissenschaften, zu bedenken. «Wir werden eine superstarke Region», ist Verena Rohrer, Brugg Regio Standortförderung, überzeugt. Beide Aussagen gelten dem Campus Brugg-Windisch, einem Koloss – in jeder Hinsicht.

Im Herbst 2013 wird er eröffnet: Ab dann werden dort 3500 bis 5000 Campus-Benützer ein- und ausgehen. «Mit dem Campus kommt vieles in Bewegung», unterstrich Verena Rohrer. Sie sprach nicht von «angezogenen Bremsen» dafür von «höchster Zeit, die Kräfte zusammenzutragen und in konkrete Umsetzungsprojekte zu verwandeln». Damit brachte Rohrer auf den Punkt, was Politiker, Gewerbetreibende, Kulturschaffende und Interessierte beschäftigt: Ist die Region für die Herausforderungen, die der Campus mit sich bringt, gewappnet? Weiss sie, was die Studierenden wirklich brauchen? Verfügt sie über erschwinglichen studentischen Wohnraum? Kann sie Jobs für Studierende anbieten?

Diese und viele weitere Fragen wurden an einem Kick-Off-Anlass aufgeworfen, zu dem Brugg Regio in Zusammenarbeit mit der FHNW Brugg Windisch Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Auslegeordnung, Ideenbörse und Workshop in einem. Gemeinsam wurden Ideen und Erwartungen formuliert sowie Teilobjekte ausgewählt.

Studierende sind attraktiv

Martin Klöti verwies in seinem Referat auf grundlegende Bedürfnisse von Studierenden, wie sie eine Studie der Stadt Brugg aufzeigt. Gewünscht werden etwa günstige Wohnungen in Fussdistanz zum Studienplatz; Treffpunkte, um die Geselligkeit zu pflegen sowie Studentenjobs. Studierende, so Klöti, seien für eine Region attraktiv, denn sie könnten u.a. dies in die Waagschale werfen: Arbeitskräfte, entstehendes Wissen, Geschäftsideen und Entwicklungskraft.

Welche Erwartungen mit dem Campus verknüpft sind, konnten die Teilnehmer selbst auf farbige Papierstücke schreiben, die danach auf mobilen Campus-Stellwänden begutachtet werden konnten. Da wurde beispielsweise der Wunsch laut nach einer Beiz/Bar an der Aare, einer Kommunikationsplattform seitens der FHNW, einer grosszügigen Sportanlage, einer «lebendigen Gastronomie, die Wohlwollen in Politik und Bevölkerung braucht». Auf der Anbieter-Seite gab es dann «aber noch wenig zu lesen», so Martin Klöti. Etwa dies: Einbezug der Studentenschaft in kulturelle Programmation, Studentenjobs im Kulturbetrieb, Catering für Events. Schliesslich schälten sich fünf Bereiche heraus, die nun intensiv weiterverfolgt werden sollen : Studentisches Wohnen, Freizeit, Werbung/Kommunikation, Arbeit und Jobs.