Brugg/Windisch
Der Campus bekommt bald eine Bahnhofstrasse

Beschleunigungsmassnahme für Bau der Fachhochschule: Auf der Campus-Baustelle herrscht keine Ferienstimmung. Rund 150 Arbeiter sind damit beschäftigt, den engen Zeitplan einzuhalten.

Claudia Meier
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Andreas Winter ist zuständig für die Logistik auf der Campus-Baustelle. Claudia Meier

Andreas Winter ist zuständig für die Logistik auf der Campus-Baustelle. Claudia Meier

Vom weissen Container neben der bestehenden Fachhochschule aus hat Logistiker Andreas Winter einen guten Ausblick auf die Campus-Baustelle. Für Zulieferer ist der Platz knapp. Alle Lieferanten haben sich deshalb mindestens drei Tage vor der Anlieferung auf der Internetplattform der Campus-Logistik anzumelden. Winter koordiniert die Transporte und weist den Lieferanten den passenden Umschlagplatz zu. Nach dem Bestätigungsmail wird den Zulieferern der Rapport für die Hebebühne sowie ein Situations- und Zufahrtsplan zugestellt. Der Logistiker weiss genau, wer, wann, was und wo anliefert.

Von den ursprünglich sieben Kränen konnten nach Abschluss des Rohbaus im März 2012 bereits zwei abgebaut werden. Zwischen den Gebäuden fünf und sechs wird momentan die Bahnhofstrasse fertiggestellt, wie Norbert Nothhelfer von der HRS Real Estate AG erklärt. Projektleiter Christoph Bader vom Departement Finanzen und Ressourcen ergänzt: «Hier entsteht, soweit mir bekannt ist, die kürzeste Bahnhofstrasse.» Die neue Strasse mit den Hausnummern fünf und sechs soll im November für den Verkehr geöffnet werden. Danach können die Arbeiten für die Campustreppe beginnen.

Der Bau wurde beschleunigt

Damit der Campus bereits im September 2013 den Betrieb aufnehmen kann – früher als geplant –wurden einige Beschleunigungsmassnahmen notwendig, wie Bader sagt. Die Beschleunigung erfolgte aufgrund der zunehmenden Konkurrenz aus anderen Kantonen und die abnehmende Studentenzahl an der pädagogischen Hochschule.

Mittlerweile treffen sich die Arbeitsgruppen Haustechnik, Umgebung und Gebäudehülle wöchentlich zu Sitzungen. «Statt nur einen Schritt machen wir in den nächsten Monaten zwei Schritte», so Nothhelfer. Im kommenden Winter dürften die Arbeiten auch kaum mehr von der Witterung abhängig sein, da sich die Bauarbeiten auf den Innenausbau konzentrieren.

In Zusammenarbeit mit der ständigen Kommission «Kunst im öffentlichen Raum» erfolgt in den nächsten Tagen die öffentliche Ausschreibung für die Kunst am Bau, wie Bader erklärt. Dabei sollen die öffentlich zugänglichen Orte im Gebäudeinnern, etwa die Lichthöfe, künstlerisch aufgewertet werden. Mit ersten Wettbewerbsergebnissen sei bis Ende Jahr zu rechnen, so Bader.