Brugg/Windisch
Der Bus bleibt häufig im Stau stecken – nun steht eine weitere Ampel zur Diskussion

Kanton prüft mit Brugg und Windisch Projekte, damit Bus nicht im Stau stecken bleibt. Es geht dabei vor allem darum, dass der Bus rechtzeitig am Bahnhof eintrifft. Zur Diskussion steht die Realisierung einer weiteren Lichtsignal-Anlage an der Zurzacherstrasse bei der Einmündung Langmattstrasse.

Claudia Meier
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Bei der Einmündung der Langmatt- in die Zurzacherstrasse soll es eine Lichtsignal-Anlage geben, die den Bus priorisiert. CM

Bei der Einmündung der Langmatt- in die Zurzacherstrasse soll es eine Lichtsignal-Anlage geben, die den Bus priorisiert. CM

Claudia Meier

Kaum sind die Frühlingsferien vorbei, brauchen Autofahrer wieder Nerven wie Drahtseile, wenn sie am Morgen oder Abend im Zentrum von Brugg und Windisch unterwegs sind.

Es staut an der Zurzacher- und Baslerstrasse in Brugg sowie an der Hauser- und Zürcherstrasse in Windisch. Seit vor einem Jahr das Lichtsignal an der Casino-Kreuzung in Brugg ersetzt wurde, funktioniere die Anlage wieder einwandfrei, sagt Leiter Kurt Grauwiler von der Sektion Verkehrstechnik beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

Die Lichtsignal-Anlage sei so eingestellt, dass sie bei starkem Verkehrsaufkommen im Tunnel häufiger wechselt, damit nicht zu viele Fahrzeuge auf die Casino-Brücke gelangen und «der Knoten selber nicht überstaut» wird. Neuralgische Stellen sind laut Grauwiler der Harmonie- und der Bachthalen-Kreisel in Windisch.

Der Kanton kann die Gesamtverkehrsmenge nicht reduzieren. Hingegen arbeitet er derzeit zusammen mit den beiden Standortgemeinden Brugg und Windisch an mehreren Projekten, die den öffentlichen Verkehr bevorzugt behandeln sollen.

Im Grundsatz geht es darum, das pünktliche Eintreffen am Bahnhof Brugg zu garantieren. Zur Diskussion steht deshalb die Realisierung einer weiteren Lichtsignal-Anlage an der Zurzacherstrasse bei der Einmündung Langmattstrasse. «Der Bus, der über die Sommerhalden- und Langmattstrasse fährt, könnte dann prioritär wieder in die Zurzacherstrasse einbiegen», sagt Grauwiler.

Privatverkehr wird eingeschränkt

Damit der motorisierte Individualverkehr diesen Weg nicht auch zur Stauumfahrung nutzen kann, werden in der Sommerhaldenstrasse temporäre Einschränkungen für den Privatverkehr geprüft. Die Bushaltestelle bei der alten Post in Lauffohr wurde im vergangenen Dezember im Rahmen des Fahrplanwechsels bereits aufgehoben.

Bei der Haltestelle Au könnte eine neue Busschleuse verhindern, dass der Bus überholt werden kann. Zudem sieht ein weiteres Teilprojekt vor, nach der Haltestelle Kaserne die Abzweigspur zu verlängern.

Kurt Grauwiler vom BVU betont, dass aktuell verschiedene Abklärungen laufen und Dossiers erstellt werden. Vor einer allfälligen Realisierung müssen die Projekte zuerst noch alle Genehmigungsverfahren sowie die politischen Prozesse in den Gemeinden durchlaufen.

Auch auf der Hauserstrasse in Windisch sind im Rahmen des Verkehrsmanagements Brugg Regio Busschleusen vorgesehen. Diese verhindern zu den Hauptverkehrszeiten, dass der Bus bei der Haltestelle überholt werden kann. «Die Details dazu werden momentan erarbeitet», erklärt der Kantonsvertreter.

Ob und bis wann diese Teilprojekte umgesetzt werden, kann Kurt Grauwiler nicht sagen. «Die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Massnahmen noch im laufenden Jahr realisiert werden, ist tendenziell eher klein.»

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