Brugg

Der Brugger Stadtrat kämpft gegen die fremden, invasiven Pflanzen

Brugg nimmt am kantonalen Pilotprojekt «invasive Neobiota» teil. Das Foto zeigt die Neophytenbekämpfung im Lenzburger Wald.

Brugg nimmt am kantonalen Pilotprojekt «invasive Neobiota» teil. Das Foto zeigt die Neophytenbekämpfung im Lenzburger Wald.

Staudenknöterich, Ambrosia, Sommerflieder, Springkraut, Goldrute und Co.: Sie wirken zwar dekorativ, aber sie verbreiten sich rasant und sind eine Gefahr für die einheimische Vegetation.

Die fremden, invasiven Pflanzen, sogenannte Neophyten, können nicht nur das Landschaftsbild verändern, sondern auch gesundheitsgefährdend sein sowie Kosten und Ernteausfälle verursachen. Der Brugger Einwohnerrat Martin Brügger, SP, schlug in seiner Motion im Januar 2012 deshalb eine ganze Reihe von kurz- und langfristigen Massnahmen vor, um die Ausbreitung dieser Pflanzen zu verhindern. Auch verlangte er zusammen mit 25 Mitunterzeichnenden eine Inventarisierung der fremden Arten.

Disziplin und Ausdauer gefragt

Der Stadtrat beantragt dem Einwohnerrat an dessen Sitzung, die Motion Martin Brügger abzuschreiben. «Die Ausbreitung invasiver, gebietsfremder Organismen, auch Neobiota genannt, ist ein internationales Problem», hält er fest. Die Bekämpfung brauche Disziplin und Ausdauer, die Standorte müssten über mehrere Jahre hinweg gepflegt und kontrolliert werden. «Wenn diese kontinuierliche Pflege nicht gewährleistet ist, macht eine Bekämpfungsaktion langfristig keinen Sinn», stellt die Behörde fest. «Das Ausbreiten der invasiven Arten kann nur dann gestoppt werden, wenn alle Gemeinden und Kantone an der Bekämpfung mitwirken.»

Im Juli 2012 stimmte der Stadtrat der Teilnahme an einem Pilotprojekt des Kantons zu. Brugg wirkt also, neben anderen Gemeinden, als Pilotgemeinde «an der Planung zur koordinierten Bekämpfung der invasiven Neobiota» mit.

«Die Zusammenarbeit von Gemeinden und Kanton bei der Bekämpfung von invasiven gebietsfremden Pflanzen ist entscheidend für den Erfolg», so die Behörde weiter. «Wie diese Zusammenarbeit organisiert werden muss, soll bis 2014 geklärt werden.» Als Ansprechpartner für Neobiota wurde die Landschaftskommission Brugg bestimmt. Sie ist die Schnittstelle zwischen Kanton, Grundeigentümern und Stadt. Auch steht sie der Einwohnerschaft als Auskunftsstelle zur Verfügung.

Der Grundstein ist gelegt

Laut Stadtrat muss in den kommenden Jahren eine Budgetposition von 13 400 Franken für die Bekämpfung der invasiven Neophyten berücksichtigt werden. Vorgesehen ist, die Grundstückeigentümer zu informieren und aufzuklären und die Flächen zu behandeln. «Mit der Teilnahme am Pilotprojekt, der Inventarisierung, der Definition der Behandlungsmethoden der jeweiligen Arten sowie den individuellen Massnahmenplänen ist der Grundstein für eine nachhaltige Behandlung der invasiven Standorte gesetzt», lautet das Fazit der Behörde.

Einwohnerrat Brugg Freitag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, Rathaussaal.

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