Der 3. Januar wird von Krimi-Fans bereits sehnlichst erwartet. Dann widmet sich nämlich Mike Müller als Luc Conrad in der fünften Staffel von «Der Bestatter» endlich wieder kniffligen Kriminalfällen. Was jedoch schon vor Ausstrahlung der neuen Staffel bekannt ist: Die Linner Linde wird in der dritten und vierten Folge Schauplatz einer der zahlreichen Showdowns der neuen Staffel sein.

Michel Jaussi, Fotograf und Vorstandsmitglied des Vereins «ProLinn», durfte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) bei den Dreharbeiten für die neue Staffel von «Der Bestatter» im Dorf auf dem Bözberg begleiten. Dem Filmteam stellte er sogar einen Teil seiner Wohnung, die Gaststube des ehemaligen Restaurants Zur Linde, zur Verfügung.

«Der Bestatter» ermittelt wieder – Bilder von der kommenden Staffel:

«Das ich meine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen im Rahmen des Vereins einsetzen kann, ist mir eine besondere Ehre», sagt Jaussi. «Mein persönlicher Nutzen liegt darin, sehen zu können, wie vielen Menschen wir Freude am Ort und der Linde bereiten können», fährt er fort.

Eine Plattform für das Dorf

«Die Gaststube war nicht wiederzuerkennen», sagt Jaussi. Dort richtete die Produktionsfirma «die heiligen Stuben» ein. So nenne das Filmteam die Räumlichkeiten, in denen sich alle Schauspieler vorbereiten und sich das Produktionsbüro sowie das Make-up- und Stylingteam jeweils mit viel Material einrichten.

«Ich denke, wir dürfen mehr als zufrieden sein, dass Linn und die Linner Linde in der Serie so prominent vertreten sind», sagt Jaussi. Er selbst freue sich auf die neue Staffel, vor allem aber auf die beiden Folgen, in denen das Dorf vorkommt. «Ich habe die ersten Folgen schon zur Voransicht erhalten und bin begeistert, dass die Schlüsselszenen der Folge im Dorf und bei der Linde gedreht wurden», betont Jaussi.

Das darf nur Luc Conrad: In die Linner Linde steigen.

Das darf nur Luc Conrad: In die Linner Linde steigen.

In der neuen Staffel spielt das Wahrzeichen von Linn eine wichtige Rolle – der Gemeindeammann ist stolz.

Selbst ein Wegweiser mit der Aufschrift «Linn» wurde für eine Einstellung nachgebaut. «Wenn es nach dem Filmteam gegangen wäre, hätte dieses wahrscheinlich mehr Zeit in Linn verbracht», meint Jaussi. «Mike Müller, Barbara Terpoorten und Samuel Streiff hat es sehr gefallen, in Linn zu drehen.» Sie genossen die Ruhe und die Schönheit des Ortes», verrät er.

Der Fotograf hat die Dreharbeiten intensiv verfolgt und das SRF erlaubte ihm sogar, die Dreharbeiten fotografisch zu dokumentieren. «Ich war ja auch neugierig», fügt er hinzu. Diese Aufnahmen werden laut Jaussi unter anderem auch in der kommenden Ausgabe des Magazins «Fokus Linn» zu sehen sein.

Der Vorstand von «ProLinn» freue sich, dass dessen Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig Wirkung zeige. «Ich bin überzeugt, dass Linn nach Ausstrahlung der Sendung national noch bekannter, die Identität des Dorfs gestärkt und den Interessen von Linn und der Region weiterhin Sorge getragen wird», sagt Jaussi.

«Die Drehbuchautoren und die Produzenten von ‹Der Bestatter› haben dem historischen Ortsnamen, der im Nachgang der Gemeindefusion gelöscht wurde, in der dritten Folge eine eigene Szene gewidmet.

‹Linn› könnte also nicht besser vor einem Millionenpublikum inszeniert werden», erklärt er. Laut Jaussi sei das Wiedersehen mit den Darstellern an der Vorpremiere der ersten Folge im Kunsthaus Aarau sehr herzlich gewesen.

Polizei, Sanität und mitten drin: Die Linner Linde.

Dreharbeiten zur fünften Staffel: Polizei, Sanität und mitten drin die Linner Linde.

Vizeammann ist beeindruckt

Carmen Stahel, Vizeammann der Gemeinde Bözberg, ist ebenfalls erfreut über den Auftritt des Dorfs in der neuen Staffel: «Man ist natürlich stolz darauf, dass Linn zur prominenten Filmkulisse wurde.»

Auch Stahel hatte die Gelegenheit, bei den Dreharbeiten zuschauen zu können. Dabei hat ihr vor allem die Professionalität des Filmteams Eindruck gemacht: «Es wurde mehrmals eine Stuntszene mit einem Auto aufgenommen.

Auch wenn Reifen quietschten, das Auto schlitternd zum Stehen kam und es nach Gummi stank, ist mir aufgefallen, wie routiniert das alles ablief.»

Dass Linn nun in einer beliebten TV-Serie vorkommt, bringe viele Vorteile mit sich. «Das Dorf, insbesondere die Linde, sind jetzt schon ein beliebtes Ausflugsziel. Wir rechnen aber damit, dass die Besucherzahl mit der Ausstrahlung der neuen Staffel noch weiter zunehmen wird», sagt Stahel.

Sie selbst freue sich jedenfalls schon sehr auf die Premiere. «Es ist immer interessant, wenn im Fernsehen Orte vorkommen, die man kennt. Ich werde also sicherlich in die neuen Folgen reinschauen», sagt sie.

Denkmal: Die Linde von Linn in einem Beitrag des Schweizer Fernsehens vom 24. Juni 1966.

Denkmal: Die Linde von Linn in einem Beitrag des Schweizer Fernsehens vom 24. Juni 1966.

Ein besonders Zeitdokument der Linner Linde​ und des kleinen Dorfes Linn, aber auch des Kanton Aargau​.