Anständig sieht er wieder aus, der Berner Bär auf dem Windischer Kirchturm. Was vorher einem grauen Steinklumpen glich, bei dem gerade noch knapp die Gliedmassen zu erkennen waren, ist jetzt ein stolzer Bär, der keck die Zunge Richtung Grafschaft Baden rausstreckt.

Die rote Schärpe leuchtet, die braune Farbe glänzt und die Hellebarde reckt sich eindrucksvoll in den Himmel. Diese wurde jetzt separat am Turm befestigt, damit sie bei Wind nicht ständig an der Pfote des Bären rüttelt und diese wieder beschädigt.

Letzte Arbeiten stehen an

Ende Juli wurde der Bär per Helikopter angeliefert (die az berichtete). So richtig sichtbar war er damals noch nicht, weil das Gerüst und die Planen den Blick auf den Kirchturm verdeckten. Jetzt aber können die Passanten den Berner Bär in seiner vollen Pracht bestaunen. Zurzeit laufen die letzten Arbeiten am Kirchturm. So müssen noch die Wasserspeier in den Ecken der Kirchturmspitze angemalt werden. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit verzögern sich diese Arbeiten aber. «Ursprünglich dachten wir, dass wir Ende August fertig sind», sagt Ernst Rauber von der Kirchenpflege und Vorsteher des Ressorts Bau. «Nun dürfte es Anfang September werden.»
Eine Anekdote zum Bären kann Barbara Stüssi-Lauterburg, Präsidentin der Kirchenpflege, erzählen: «Die Burgergemeinde Bern unterstützte uns für die Restaurierung des Bären mit 20 000 Franken. Das freut uns ungemein.» Schliesslich sei jener auf dem Kirchturm in Windisch der östlichste Berner Bär.