Riniken
Der Baulandmarkt in Riniken ist ausgetrocknet

Die Nachfrage nach Bauland in Riniken ist da, aber beim Angebot hapert es. Schuld daran ist – zumindest ein Stück weit – auch eine Hochspannungsleitung.

Louis Probst
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Die Zahl der Ortsbürger soll dank neuem Reglement wieder wachsen.

Die Zahl der Ortsbürger soll dank neuem Reglement wieder wachsen.

AZ

«Willkommen in Riniken – uns gefällts»: Die Begrüssung auf den Tafeln an den Ortseingängen ist sympathisch. Und sie stösst offensichtlich auf Interesse. Darauf deuten jedenfalls die neuen Einfamilienhäuser hin, die in letzter Zeit vor allem im Bereich der Kirchackerstrasse entstanden sind, oder die noch entstehen sollen.

Schliesslich erfreut sich Riniken einer guten Lage und einer guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Der freundliche Willkomm kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Suche nach einem Bauplatz eher schwierig ist.

Baulandmarkt ist ausgetrocknet

«Gegenwärtig ist der Baulandmarkt in Riniken ziemlich ausgetrocknet», stellt der Gemeinderat jedenfalls fest. «Die letzte noch freie Parzelle im neu erschlossenen Baugebiet an der Paradiesstrasse wird demnächst mit einem Doppelwohnhaus überbaut.

Die übrigen freien Bauzonenflächen an der Kirchackerstrasse, am Mattenweg – Scheueracker – und im Lee liegen in der Bauverbotszone der Hochspannungsleitung und können erst genutzt werden, wenn die Leitung verlegt ist. Der Zeitpunkt der Verlegung hängt davon ab, wann das Bundesgericht über die hängige Beschwerde entscheidet.»

Blockierte Potenziale

Die blockierten Baulandflächen bergen erhebliche Potenziale. «Im Gebiet Schüracker betrifft das Bauverbot rund zehn Einfamilienhaus-Parzellen, die beinahe vollständig erschlossen sind», erklärt Gemeindeschreiber Jörg Hunn auf Anfrage. «An der Kirchackerstrasse wartet eine Reihenhaussiedlung auf ihre Fortsetzung. Zu den bestehenden zwei Häusern sollen gemäss Gestaltungsplan drei weitere Gebäude mit insgesamt 15 Einheiten erstellt werden.» Daneben gibt es im Dorf noch einige Baulücken, die aber zurzeit für die Überbauung nicht zur Verfügung stehen.

«Bei den mit einem Bauverbot belegten Flächen im Schüracker und Kirchacker handelt es sich um Einzonungen, die im Hinblick auf die Verlegung der Hochspannungsleitung vorgenommen worden waren», sagt Jörg Hunn. Beim Kanton vertritt man die Ansicht, dass die Baulandreserven genügen würden. «Wir haben keine Möglichkeit, weitere Flächen einzuzonen», sagt Jörg Hunn: «Wir sind im Moment etwas blockiert.»