Grosse Raketen flankierten die Bühne, kleinere Ausgaben standen auf den Tischen. Das Motto «Mer started dore» sollte nebst dem abwechslungsreichen Programm mit Märschen, böhmischen Walzern und Dixie-Klängen auch den Neustart der Musikgesellschaft aufzeigen. Abgehoben haben die elf Mitglieder zwar nicht, dafür präsentierten sie sich sattelfest und konzentriert in den einzelnen Darbietungen. Unterstützt wurden sie von den Majoretten Möriken-Wildegg.

Präsident Walter Liebi erklärte denn auch nach dem gelungenen Konzert, dass sie um ihren neuen Dirigenten Michael Kohler mehr als froh seien. 2017, während eines halben Jahres, standen die Bözberger ohne Dirigenten da, mussten alleine üben. Walter Liebi erzählte, wie er den langjährigen Dirigenten der Musikgesellschaft Hornussen für die Bözberger gewinnen konnte und meinte: «Er hat es fertiggebracht, uns zu motivieren und er bringt Ruhe und Exaktheit in die MG hinein.» Unter grossem Applaus nahm Michael Kohler eine Packung «Merci-Schokolade» entgegen.

Die Majoretten Möriken-Wildegg geben bei ihrem Auftritt alles

Die Majoretten Möriken-Wildegg geben bei ihrem Auftritt alles

Moderation mit Witz

Emmi Wernli führte zum zweiten Mal durch das Programm. Sie untermalte ihre Ansagen mit Witzen, etwa bevor die Musikgesellschaft den «Trompeter Gruss» zum Besten gab. Zur «Bözberg-Melodie» zeichnete sie ihre Gedanken mit der wunderbaren Aussicht, den schönen Wäldern und dem Miststock des Nachbarn nach. «Moment mal, allzu sehr wollte ich ja nicht ins Detail gehen», erklärte sie den lachenden Gästen in der gutbesuchten Turnhalle Oberbözberg.

Zuerst Majoretten, dann Nonnen

Einen tollen Gastauftritt legten die Majoretten Möriken-Wildegg hin: zu Songs von Bruno Mars und den Spice Girls liessen sie ihre Stäbe, Batons genannt, locker und blitzschnell durch die Finger gleiten. Die Gäste forderten eine Zugabe.

Nach der Pause marschierten Nonnen durch die Reihen zur Bühne hinauf: «Sister Act» auf dem Bözberg. Die verkleideten MG-Mitglieder «sangen» die Hits aus dem Film-Klassiker der 90-er-Jahre voller Inbrunst und liessen dazu die Hüften kreisen. «Follow him» wurde gar zweimal dargeboten.

Im normalen Jahreskonzert-Rahmen ging es dann mit dem Stück «San Carlo» weiter. Die Majoretten marschierten diesmal in Uniform auf die Bühne und liessen ihre Batons zum Rhythmus des Stücks durch die Luft fliegen. Zu «Alles was bruchsch uf dr Welt» sangen die Gäste im Saal ebenfalls mit. Die Organisatoren hatten extra Text-Blätter auf den Tischen verteilt. Das Potpourri «Egerländer Hitparade» kam bei den Gästen ebenso an wie der «Tu-Ju-Dixie-Marsch». Zu «King Size» marschierten die Majoretten ein letztes Mal in die Turnhalle ein, ehe sich die Musikgesellschaft Bözberg mit «Over and out» verabschiedete.