Brugg-Windisch

Dem Stiftungsrat fehlen die Frauen – das möchte die Fachhochschule Nordwestschweiz ändern

Hauptsitz der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist der Campus in Brugg-Windisch.

Campus

Hauptsitz der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist der Campus in Brugg-Windisch.

Der Stiftungsrat der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) konnte kürzlich drei Neuzugänge begrüssen.

Drei neue Mitglieder sind zum Stiftungsrat der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gestossen: Beat Bechtold, Werner Fehlmann und Alexander Jung. Bechtold ist Direktor der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK), Jung nimmt als Verwaltungsrat der Giroud Olma AG in Olten als Mitglied Einsitz und Fehlmann vertritt als Head National Accounts & BIM Schweiz die Interessen der Siemens Schweiz AG. Die Stiftung FHNW hat den Auftrag, innovative Projekte in Forschung, Lehre und Entwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz zu fördern.

Ein Blick auf die Liste der Stiftungsratsmitglieder zeigt: Es nehmen keine Frauen Einsitz im Stiftungsrat. Sämtliche Vertreter sind männlich. Im Stiftungsrat seien vor allem CEOs und Verwaltungsräte von grösseren Unternehmen, in denen der Frauenanteil immer noch relativ klein sei, sagt Karin Heimann, Geschäftsführerin der Stiftung FHNW auf Anfrage. Dieser Umstand spiegle sich im Stiftungsrat wider. «Wir wollen aber unbedingt mehr Frauen für den Stiftungsrat gewinnen», ergänzt sie. Daher suche man bei der Nachfolge von bisherigen Stiftungsräten gezielt nach einer weiblichen Vertretung. «Soweit als möglich», so Heimann.

Nur eine Standortgemeinde im Stiftungsrat vertreten

Auffallend ist zudem, dass von den Standortgemeinden Brugg-Windisch, Solothurn, Münchenstein, Muttenz und Basel lediglich Muttenz im Stiftungsrat der FHNW vertreten ist. Auch hier will die Stiftung aktiv werden und die restlichen Standortgemeinden wieder einladen, sich als Stifter für die FHNW zu engagieren. Zurückzuführen ist der heutige Umstand gemäss Heimann darauf, dass die Gemeinde Muttenz damals als einzige die erforderlichen 50'000 Franken aufgebracht hat, um in der Stiftung Einsitz zu nehmen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 hat die Stiftung FHNW bisher 35 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,64 Mio. Franken gefördert. Auch während der Coronakrise wurde die Stiftung aktiv: Sie hat mit einer Spendenaktion von März bis Mai 151 Studierende mit insgesamt 114'000 Franken schnell und unbürokratisch unterstützt. Profitiert haben Studierende, die durch das Coronavirus ihre Verdienstmöglichkeiten verloren haben und in eine finanzielle Notlage geraten sind. Die Spendenaktion hat bis zu ihrem Abschluss im Mai 2020 122 Spenderinnen und Spender gewonnen. Gespendet haben auch Mitarbeitende der FHNW, die über die Aktion informiert wurden. Die bewilligten Anträge wurden wöchentlich an die Studierenden ausbezahlt. Insgesamt haben während der Spendenaktion 308 Studierende eine Unterstützung beantragt. Die Anträge wurden in einem mehrstufigen Verfahren geprüft.

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