Hausen
Daumen hoch für die Spaghetti und den Fruchtsalat am neuen Mittagstisch

Zum Start des Mittagstisches gibts für die neun Kindergärtler und Primarschüler Buchstabensuppe und Spaghetti Bolognese. Für die dreijährige Pilotphase des Mittagstisches hatte die Gemeindeversammlung im letzten November 100’000 Franken gesprochen.

Irene Hung-König
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Irene Hung-König

Gwundrig strömen die neun Kindergärtler, Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe ins Theorielokal in der Mehrzweckhalle Hausen. Der lange Tisch ist gedeckt, die farbigen Trinkbecher stehen bereit, ebenso Wasser und Sirup. Zu diesem Schuljahresbeginn ist alles etwas anders und neu: An der Schule Hausen gehen nun die Sechstklässler in die Schule und die Kinder haben die Möglichkeit, am Mittagstisch Platz zu nehmen.

Lukas Suter, Pächter des Restaurants Max und Moritz, liefert das Essen. Er und sein Mitarbeiter haben Tomaten- und Fruchtsalate auf einem separaten Tisch angerichtet, Buchstabensuppe, Spaghetti und Sauce Bolognese werden warm gehalten.

Schon bald stellen sich die Ersten in eine Kolonne, um einen Teller Buchstabensuppe entgegen zu nehmen. «Pass auf, den Teller gerade halten», ermahnt Lukas Suter ein Kindergartenkind. Betreuerin Carolina Micanovic ist derweilen damit beschäftigt, den Kindern Wasser und Sirup auszuschenken.

Für die dreijährige Pilotphase des Mittagstisches hatte die Gemeindeversammlung im letzten November 100’000 Franken gesprochen. Gemeinsam mit der Fachstelle Kinder und Familien haben der Verein «mittagstisch hausen», Schulpflege und Elternforum das Konzept für den Mittagstisch erarbeitet. Und die Plätze sind gut gebucht: Montags sind es neun Kinder, dienstags 19, donnerstags sieben und am Freitag sechs Kinder.

Für 15 Franken alles dabei

Auch die in Hausen wohnhaften Oberstufenschüler, die in Windisch zur Schule gehen, könnten sich an den Mittagstisch setzen. Bislang ist dies aber noch nicht der Fall. Gemeinderat Roger Eichenberger, der das Projekt leitet, zeigt sich zufrieden: «Es ist schön, dass das erstellte Konzept umgesetzt wird. Und dass das Angebot genutzt wird.»

Während der ganzen Woche, ausser mittwochs, ist der Mittagstisch jeweils von 11.45 bis 13.30 Uhr geöffnet. Pro Kind werden 15 Franken verlangt. Wer sein Kind spontan anmelden möchte, kann dies bis um 18 Uhr des Vortags tun. Carolina Micanovic aus Birr sowie Anne Böhme und Gertraud Roy aus Hausen gehören zum Betreuerteam. «Ich mach das zum ersten Mal. Ausschlaggebend war, dass ich sehr gerne mit Kindern arbeite und vor allem erzähle ich gerne Märchen», lacht Gertraud Roy.

Aufessen ist nicht Bedingung

Mittlerweile drehen die Kinder die Spaghetti auf die Gabeln. Auf die Frage, wie das Essen schmecke, antworten die Kinder mit dem Daumen nach oben. Nicht alle Kinder verputzen das ganze Menü. «Die Kinder essen, soviel sie mögen», erklärt Vorstandsmitglied Andrea Strebel. Und Vorstandskollegin Barbara Eichenberger meint: «Bei dieser Auswahl ist bestimmt für jedes Kind etwas dabei.»

Schweinsschnitzel mit Butternudeln, Fischstäbchen mit Reis und Rahmspinat sowie Pommes frites mit Chicken Nuggets sind die anderen Menüs dieser Woche. Während ein Mädchen noch seinen Fruchtsalat isst, steuern die anderen in Richtung Gymnastikraum im Untergeschoss: Dort können sie sich bis um 13.30 Uhr austoben.