Windisch

Das Wohnzentrum Spitzmatt ist eröffnet

Zur Einweihung des Umbauprojekts der Stiftung Faro in Unterwindisch kamen zahlreiche Gäste, um zu feiern.

Grosszügig, hell und ganz speziell wirkt das Wohnzentrum Spitzmatt der Stiftung Faro in Unterwindisch, das frühere Rekrutierungszentrum der Armee. Mitten in diesem lebendigen Wohnquartier sind nun rund 50 Menschen mit stark herausforderndem Verhalten in ihr neues Zuhause eingezogen. Sie wurden herzlich und wohlwollend aufgenommen.

Rosey Schär, Co-Geschäftsführerin der Stiftung Faro, begrüsst die Gäste im neuen Wohnzentrum und Pascale Steiner, Leitung Wohnen, lädt sie ein, sich selbst ein Bild von den neuen Wohnplätzen und Gemeinschafträumen zu machen. Die grossen, lichtdurchfluteten Räume fürs Werken und Handarbeit im Erdgeschoss lassen erahnen, dass hier die Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen individuell gefördert werden.

Eine Etage höher fällt auf, dass Farben wichtig sind: Jede Etage hat ihre eigene Farbe und kann einer eigenen Wohngruppe zugeordnet werden. Insgesamt sind es acht Wohngruppen mit je sechs Personen. «Durch den speziellen Grundriss hat jede Wohngruppe andere Wohn- und Gemeinschaftsräume und entwickelt dadurch ihre eigene Dynamik», sagt Pius Alt, Bereichsleiter Wohnen, der mit einer Gruppe durchs Haus geht.

Schwierige Suche nach einem Standort

Im Mehrzwecksaal spielt die Big Band Experience, der Festakt beginnt. Franziska Zehnder, Präsidentin des Stiftungsrates, betont in Ihrer Ansprache, wie schwierig es war, etwas Geeignetes für die Stiftung Faro zu finden, nachdem die Psychiatrischen Dienste Aargau Eigenbedarf der Räume auf dem Areal Königsfelden angemeldet haben.

Als die Armee aus diesem Gebäude auszog, entwarf die HIAG Immobilien AG ein Konzept, das der Stiftung Faro eine Zukunft inmitten eines belebten Wohnquartieres ermöglichte. Darüber ist Zehnder froh. Sie wirkt erleichtert und zufrieden.

Regierungsrat Alex Hürzeler tritt ans Rednerpult und überbringt Grüsse und Glückwünsche der Aargauer Regierung und dankt den Menschen, die für die junge Stiftung engagiert arbeiten. Gemeindepräsidentin Heidi Ammon betont im Anschluss, wie wichtig Offenheit und Wärme für Menschen mit Beeinträchtigungen seien und beteuert, dass in diesem Quartier neue Beziehungen entstehen und die Bewohner mit offenen Armen empfangen werden.

26 Luftballons für 26 Teilprojekte

HIAG-Arealentwickler Alex Römer dankt für die gute Zusammenarbeit mit Windisch und freut sich, dass die Stiftung Faro die Turnhalle an die SAC Sektion Brugg vermietet. Dann tritt Co-Geschäftsführer Dani Hohler mit 26 Luftballons vors Publikum. «Sie stehen für die 26 Teilprojekte des Umzugs», erklärt Hohler und lässt nach und nach jeden einzelnen Ballon zur Decke steigen. Das Gesamtprojekt kam zum Fliegen, die Gäste applaudieren und Hohler überreicht seiner Kollegin Schär den darunter zum Vorschein kommenden Blumenstrauss. Anschliessend übergibt Marie-Josée Staff vom Rotary Club Aarau Stiftungsratspräsidentin Zehner einen Check zur Unterstützung der Stiftung.

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