Mandach

Das Wohnprojekt der reformierten Kirchgemeinde ist ein Besuchermagnet

Die Alters- und Jugendwohnungen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Mandach stossen offensichtlich auf Interesse. Das zeigen die Vermietungen und der Tag der offenen Türen. Enstanden sind zwölf Wohnungen und die erste Tiefgarage im Dorf.

Über Mandach liegt an diesem Samstagmorgen noch dichter Nebel. Vor den Rohbauten der Alters- und Jugendwohnungen wird der Wurstgrill vorbereitet. Ein Kühlschrank wird herbeigeschleppt. Dabei packt auch Pfarrer Christian König an. Die ersten Gäste für den Tag der offenen Türen stellen sich ein. Pünktlich zur vollen Stunde begrüsst Andreas Krebs, der Präsident der reformierten Kirchgemeinde Mandach, die Gäste zur ersten Führung. Mit dabei ist auch Architekt Beat Klaus von der Architheke in Brugg.

Knacknuss Erschliessung

Nach einer Verzögerung von rund einem Jahr, die auf das Nein des Kantons zur Ausfahrt auf die Kantonsstrasse zurückzuführen war – was zusätzliche Kosten von rund 120’000 Franken nach sich zog – sind die beiden Gebäude mit den insgesamt zwölf rollstuhlgängigen Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum mit Küche und einer Tiefgarage – der ersten Tiefgarage in Mandach – im Rohbau fertiggestellt. Der Bezug der Wohnungen ist ab 1. Juni des nächsten Jahres vorgesehen.

Mehr als die Hälfte vermietet

Dass die Alters- und Jugendwohnungen auf grosses Interesse stossen, zeigt sich nicht bloss am Aufmarsch zum Tag der offenen Türen. «Wir haben bereits sieben der zwölf Wohnungen vermietet», freut sich Andreas Krebs. Das Alter der Mieter bewegt sich, bis jetzt, zwischen 25 und 75 Jahren, wobei die jüngeren Semester in der Mehrzahl sind. Aus Mandach kommt, bis jetzt, ein Mieter.

Andreas Krebs führt das grosse Interesse an den Wohnungen auch auf die günstigen Mietzinsen zurück. Wobei er betont: «Ziel der Kirchgemeinde war es stets, Wohnraum mit sozialverträglichen Mietzinsen zur Verfügung zu stellen.» Dass dies gelungen ist, ist mit darauf zurückzuführen, dass auf Erfahrungen und Pläne des Alterswohnprojekts in Bözen zurückgegriffen werden konnte. Andreas Krebs: «Wir brauchten das Rad nicht neu zu erfinden.»

Pensionskasse spielt Bank

Die Finanzierung des Projektes – das Investitionsvolumen beträgt 4,7 Millionen Franken – erfolgt durch die Pensionskasse der reformierten Landeskirche. Die Kirchgemeinde Mandach bietet aber Privatpersonen die Möglichkeit, sich in der Form von verzinslichen Darlehen gewissermassen am Projekt zu beteiligen. Offensichtlich stösst auch dieses Angebot auf Interesse. Bis jetzt sind jedenfalls Darlehen in der Höhe von 636’000 Franken gezeichnet worden.

«Das Wohnprojekt der reformierten Kirchgemeinde hat in Mandach offensichtlich etwas ausgelöst», stellt Andreas Krebs fest. «Auch im ehemaligen Dorfladen sollen Wohnungen erstellt werden. Zudem ist ein weiteres Wohnprojekt in Vorbereitung.»

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