Mit dem Fahrplanwechsel ist in Windisch die Erweiterung des Busbetriebes realisiert worden. Das Postauto fährt nun zusätzlich zum Halbstundentakt unter der Woche am Sonntag zwischen 7.05 und 20.05 Uhr stündlich ins Unterdorf. Als Passagier gelangt man auch noch mit Abfahrt ab 21.05 bis 23.05 Uhr mit dem öffentlichen Verkehr ins Unterdorf, jedoch ohne Rückkehrmöglichkeit in Richtung Bahnhof/Campus, weil dann noch weitere Gemeinden bedient werden.

Am Samstag erfolgt der Start ab 6.05 Uhr, und die bisherige Lücke am Abend wird geschlossen. Angefahren werden wie üblich die Haltestellen Windisch Zentrum, Breite, reformierte Kirche, Dammstrasse, Kurve, Kunzareal, Löwen – die Stationen im Unterdorf mit einer Schlaufe.

Mit Alphorn und Handorgel

Mit dem Ausbau des Angebotes ins Unterdorf ist eine 2014 von SVP-Einwohnerrat Philipp Ammon im Gemeindeparlament eingereichte Motion umgesetzt. Seine Mutter, Gemeindeammann Heidi Ammon, hält dazu fest: «Auch im Zusammenhang mit der Fahrtenbegrenzung für das Kunzareal zwecks Entlastung der Dorfstrasse macht die nun realisierte Verbesserung Sinn.»

Hinter dieser Aussage stehen gewiss alle Gäste, die sich am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr zur Jungfernfahrt einfanden. Für die musikalische Umrahmung sorgten Meret Braun, Präsidentin des Quartiervereins Unterdorf, und Mattis Sussmann, die auf ihren Alphörnern nebst der Dreiklang-Melodie der Postautos einige Stücke intonierten, sowie die Gesangsgruppe Reuss Boys mit Markus Hutter, Robert Dätwyler und Rolf Sussmann an der Handorgel.

Schokolade in Mini-Potautos

Nach der Ankunft im Kunzareal wurde das optimierte Busangebot im Diesellokal bei Kaffee und feinen Gipfeln gefeiert, dies in Anwesenheit von Verkehrsplanern des Kantons, Patrick Zingg, Chef von Postauto Aargau, Martin Gautschi, Inhaber des Postautobetreibers Voegtlin-Meyer, und dessen Geschäftsführer Reto Huber. Gemeindeammann Heidi Ammon sowie Meret Braun und David Roth vom Quartierverein Unterdorf gaben ihrer Freude über die Erneuerungen Ausdruck. Patrick Zingg beschenkte das Publikum mit in Miniatur-Postautos verpackten Schokoriegeln und die in das Projekt involvierten Kräfte mit weiteren Präsenten.

Allgemein besteht die Hoffnung auf eine gute Frequentierung des neuen Busangebotes. Philipp Ammon, angesprochen auf den frühen Betriebsbeginn an den Sonntagen: «In Unterwindisch leben nicht wenige Einwohner, die am Wochenende oftmals zeitig verreisen, so zum Beispiel zum Wandern oder Skifahren. Aber auch anderen Benützern wie zum Beispiel Besuchern kann der Sonntagsbus dienlich sein.»