100-Jahr-Jubiläum

Das Werk der Otto Suhner AG in Lupfig platzt derzeit aus allen Nähten

Otto H. Suhner begleitet einige Gäste persönlich auf dem Betriebsrundgang der Suhner AG in Lupfig. Vertreten sind auch die internationalen Suhner-Standorte wie das indische Bangalore.

Otto H. Suhner begleitet einige Gäste persönlich auf dem Betriebsrundgang der Suhner AG in Lupfig. Vertreten sind auch die internationalen Suhner-Standorte wie das indische Bangalore.

Die Unternehmer zeigen ihren Gästen auf einem Rundgang, warum der Betrieb erweitert werden soll. Im Grossraumbüro und in der Werkhalle wird jeder Winkel genutzt. Mit Jürg E. Suhner hat die vierte Generation vor wenigen Wochen das Zepter übernommen.

«Ich bin schon stolz, dass nach 100 Jahren noch immer der gleiche Firmenname auf dem Dach steht», sagt Otto H. Suhner, als er seine Gäste vor dem Werk in Lupfig begrüsst. Zum 100-Jahr-Jubiläum empfängt er zusammen mit seinem ältesten Sohn Jürg E. Suhner, der am 1. Juli die operative Leitung des Unternehmens übernommen hat, an mehreren Tagen insgesamt rund 2500 Gäste – am Dienstagabend sind es Mitarbeitende vom Kabelwerk Brugg und vom Effingerhof. Am Samstag dann steht die Tür allen Interessierten offen.

Die Suhner Gruppe beschäftigt weltweit über 700 Mitarbeitende und erzielt mit Werkzeug- und Maschinenbau, Antriebs-, Bearbeitungs- und Fertigungstechnik einen konsolidierten Umsatz von rund 120 Millionen Franken. Neunzig Prozent sind Export- und Auslandsgeschäfte. Auf vier Kontinenten werden zwölf Produktionsbetriebe und Verkaufsniederlassungen geführt: Kein Wunder also hat das traditionsreiche Unternehmen zur Jubiläumsfeier die halbe Welt nach Lupfig geholt.

Grossraumbüro seit 1966

Auf dem Betriebsrundgang wird schnell klar, hier ist alles etwas eng. «Wir nutzen jeden Winkel aus», betont Otto H. Suhner. Das gilt für das Grossraumbüro, das seit 1966 in Betrieb ist, ebenso wie für die Konstruktionsabteilung, die Zahnradproduktion, die Stanzerei und die Produktion der biegsamen Wellen.

Aktuell werden 23 Lernende ausgebildet. Mit dem Kabelwerk finde ein Austausch statt, erklärt Suhner. In der Schweiz und in Deutschland seien rund zehn Prozent der Angestellten Lernende. «Das müssen wir unbedingt hochhalten», so Suhner weiter.

Neue Werkstatt und Büros in Planung

Alle Ländervertretungen sind ebenfalls mit einem Stand im Werk anwesend und verwöhnen die Gäste mit regionalen Spezialitäten. Die Suhner AG hat in den vergangenen Jahren viel Geld im Ausland investiert. In Frankreich und Australien beobachtet der 69-jährige Unternehmer eine Deindustrialisierung. Mit anderen Worten: Das produzierende Gewerbe verliert volkswirtschaftlich an Bedeutung. «Das ist langfristig gesehen problematisch für ein Land und mit ein Grund, warum wir beispielsweise in Australien in den Werkzeugmarkt eingestiegen sind», sagt Suhner.

Um sich im harten Konkurrenzkampf zu behaupten, müsse man immer und immer wieder versuchen, effizienter zu werden. Suhner spricht von weniger Transportwegen und kürzeren Einrichtungszeiten bei Maschinen. Eine Betriebserweiterung mit 1150 Quadratmeter Werkstattfläche plus Bürofläche ist in Planung.

Tenniswurfmaschine bewährte sich nicht

Auch die von Otto H. Suhner selber konzipierte Ausstellung über die Geschichte des Familienunternehmens zeigt exemplarisch auf, was es bedeutet, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten: So konnte sich einerseits die Su-matic-Tenniswurfmaschine auf dem Markt nicht durchsetzen. Andererseits werden erfolgreiche Produkte oft kopiert.

Jubiläumsfest Otto Suhner AG begrüsst am Samstag, 30. August von 9 bis 16 Uhr
alle Interessierten zum Tag der offenen Tür an der Industriestrasse 10 in Lupfig.

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