Brugg
Das Vindonissa Museum in Brugg ist eine riesige Schatzkammer

Im Vindonissa Museum in Brugg werden die Besucher zu Archäologen und machen sich auf die Suche nach verborgenen Schätzen.

Michael Hunziker
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Vindonissa Museum
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Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg; Rahel Göldi ist Leiterin Römerlager Vindonissa
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg; Rahel Göldi ist Leiterin Römerlager Vindonissa
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg
Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" Neue Ausstellung "Schätze aus Vindonissa" im Vindonissa Museum in Brugg

Vindonissa Museum

Michael Hunziker

Welch ein Abenteuer! Im Vindonissa Museum in Brugg kann eingetaucht werden in eine genauso faszinierende wie unterhaltsame und lehrreiche Welt. Mit viel Liebe zum Detail ist im Untergeschoss die neue Sonderausstellung «Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe» eingerichtet worden – inklusive Grabungszelt und Grabungsutensilien, Labor, Archiv und WC-Häuschen.

Die Besucher schlüpfen samt entsprechender Kleidung in die Rolle eines Grabungstechnikers, Restaurators, Wissenschafters oder Museumsdirektors, beantworten an den einzelnen Stationen verschiedene Fragen, um am Schluss – zurück im Erdgeschoss – den entdeckten Schatz mit dem richtigen Sicherheitscode zum Sprechen zu bringen. Die Sechstklässler aus Oberwil-Lieli sind bei einem ersten Augenschein gestern Montag mit Feuereifer und Begeisterung, mit Geschick und Köpfchen am Werk gewesen.

Die Archäologie interessiert

«Wer schon einmal den Wunsch gehegt hat, einen Schatz zu finden, oder wer jemals mit dem Gedanken gespielt hat, Archäologin oder Archäologe zu werden, der soll kommen und sich die Ausstellung anschauen», sagt Rahel Göldi, Leiterin des Römerlagers Vindonissa, zu dem neben dem Vindonissa Museum auch der Legionärspfad Vindonissa gehört. Die Archäologie, fügt die Leiterin an, sei eine Wissenschaft, die viele Menschen interessiere: ausgraben, forschen und entdecken, was unter der Erde liegt, etwas über die Vergangenheit zu erfahren.

Angesprochen werden mit der Sonderausstellung sowohl Kinder als auch Erwachsene, Einzelpersonen als auch Schulklassen und Gruppen. Die jüngeren und älteren Besucher sind mit allen Sinnen unterwegs, verspricht Rahel Göldi. «Wir versuchten, es möglichst authentisch einzurichten.»

Er kennt die Klischees

Anders ausgedrückt: In der Dauerausstellung im Vindonissa Museum zu bestaunen sind die bedeutenden Originalfunde des ehemaligen Legionslagers Vindonissa aus der Zeit des 1. Jahrhunderts n. Chr. In der Sonderausstellung ist nun zu erleben, mit welchen Methoden die Archäologen vorgehen auf ihrer Spurensuche, wie die Schätze geborgen und aus dem Boden ins Museum kommen, wie ihnen ihre Geheimnisse entlockt werden können, sagen Rahel Göldi und Kantonsarchäologe Georg Matter.

Matter kennt die weitverbreitete Vorstellung: Beim Stichwort Schatz denken die meisten an Berge voll Gold, an Truhen mit kostbarem Schmuck, an geheimnisvolle Funde, die unter spektakulären Umständen zum Vorschein kommen, stellt er mit einem Schmunzeln fest und fügt an: «Wir zeigen die wirklichen Schätze von Vindonissa, diejenigen, die einen Einblick geben in die Vergangenheit, die etwas erzählen darüber, wie unsere Vorfahren gelebt haben, und die auf jeder Grabung neue Erkenntnisse liefern über vergangene Kulturen.» Die Rede sei von oft einzigartigen und wertvollen Funden mit einem unglaublichen Informationsgehalt.

Die Sonderausstellung «Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe» ist vom 26. August 2018 bis 1. September 2019 zu sehen.