Region Brugg
Das Vermächtnis der Frauen: Windischer SP-Politikerin will Biografien sammeln

Die Sozialdemokratin Ligia Vogt aus Windisch möchte Lebensgeschichten von Frauen aus der Region Brugg zusammentragen. Das Projekt braucht allerdings noch Mithelferinnen.

Janine Müller
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Ligia Vogt

Ligia Vogt

Chris Iseli

Der Frauenstreik von letztem Sommer zeigt seine Nachwirkungen. Unter dem Titel «Femmes Sapiens» will die Windischer SP-Politikerin Ligia Vogt Lebens- und Alltagsgeschichten von Frauen aus der Region Brugg sammeln – Geschichten von Hebammen, Bäuerinnen, von Pionierinnen in der Politik, Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft. Geschichten von älteren und jüngeren Frauen, Geschichten aus dem Alltag.

«Diese Frauen sollen geehrt werden», findet Ligia Vogt. Ihr gehe es darum, das «historische Vermächtnis der Frauen der Region zu retten». Ziel des Projekts sei, die «unsichtbaren, die unerhörten Frauen» in den Vordergrund zu stellen und deren Wissen zu präsentieren.

Unterstützung erhält Ligia Vogt von Sue Luginbühl, bekannt als Betriebsleiterin des Kulturhauses Odeon. Luginbühl agiert aber in diesem Projekt als Privatperson. Sie will ihr Netzwerk nützen, um Menschen zu finden, die sich für das Projekt engagieren wollen. «Ich sehe mich als Vermittlerin», sagt sie. Die Idee findet sie toll. Denn: «Es ist an der Zeit, Frauen in den Vordergrund zu rücken.»

Sue Luginbühl

Sue Luginbühl

Prisca Böcher

Wie genau die Lebensgeschichten dargestellt werden sollen, ist noch völlig unklar. Das Projekt steht erst in den Startlöchern. Vorläufig geht es darum, abzuklären, ob überhaupt ein Interesse an diesem Projekt besteht. Und dann geht es darum, Menschen zu finden, die sich dafür engagieren wollen. «Zu zweit können wir das unmöglich umsetzen», verdeutlicht Sue Luginbühl. Heisst auch: Es gibt noch viel Platz für Ideen und Kreativität.