Brugg-Windisch

Das temporäre Eisfeld ist aufgestellt – jetzt heisst es Schlittschuhe schnüren

Im vergangenen Winter wurde der «Campus Ice Dream» zum ersten Mal durchgeführt – und stiess gleich auf reges Interesse. mhu/Archiv az

Im vergangenen Winter wurde der «Campus Ice Dream» zum ersten Mal durchgeführt – und stiess gleich auf reges Interesse. mhu/Archiv az

Auf dem Fachhochschul-Areal wird ein temporäres Eisfeld aufgestellt – nächste Woche ist Eröffnung.

Auf diesen Moment haben die Wintersportfreunde lange gewartet: Just mit den – angekündigten – tiefen Temperaturen können sie sich ab nächstem Donnerstag auf dem Fachhochschul-Areal in Brugg-Windisch auf das temporäre Eisfeld wagen. Der «Campus Ice Dream» geht in die zweite Runde.

Stephan Burkart, Dozent und Leiter Praxistransfer an der Fachhochschule sowie Eisfeld-Projektleiter, ist bester Laune und voller Tatendrang. Seine Vorfreude ist förmlich zu spüren: «Das gibt eine tolle Sache. Wir sind auf dem richtigen Weg.» Im Gegensatz zum letzten Winter, fährt er fort, könne diesmal bei der Qualität ein deutlicher Sprung nach vorne gemacht werden.

Konkret: Anstelle eines kühlen Festzelts wird ein grosses, heimeliges Chalet mit rund 120 Sitzplätzen und einem Holzboden aufgebaut. «Das ist deutlich gemütlicher und bietet mehr Atmosphäre», sagt Burkart. Neben Fondue und Raclette, Punsch und Glühwein, können die Besucher verschiedene Menüs geniessen. Als Partner gewonnen wurde die SV Group, die auch für den Betrieb des Campus Restaurants verantwortlich zeichnet. «Mit diesem Schritt ist es möglich, das Gastroangebot zu erweitern», sagt Burkart. Die SV Group wird sich ebenfalls um administrative Belange sowie um Empfang und Schlittschuh-Verleih kümmern. Engagieren werden sich erneut auch Studierende.

Eismeister steht im Einsatz

Als weiterer Partner ist die Rohr AG mit von der Partie. Die Firma, die sonst für den Unterhalt des Campus zuständig ist, übernimmt die Pflege des 10 mal 30 Meter grossen Eisfelds. Zum Einsatz kommen wird ein professioneller Eismeister samt Eisputzmaschine. Es seien Lehren gezogen worden, sagt Burkart und erinnert an den letzten «Campus Ice Dream»: Wegen der zeitweise hohen Temperaturen war das Eisfeld während einigen Tagen in einem schlechten Zustand. «Diesmal wird es immer offen stehen.»

Zu guter Letzt wird – als Neuerung – mehr Aufwand betrieben bei der Dekoration. Im vergangenen Winter, blickt Burkart zurück, sei das Vorhaben in Rekordzeit realisiert worden. «Jetzt konnten wir uns mehr Gedanken machen um das Drumherum.» Apropos: Zum Rah-
menprogramm gehören neben Eisstockschiessen, Firmenanlässen und Eisdisco auch Kindernachmittag, Samichlausbesuch oder Lernstunden – kurz: eine Vielzahl von Aktivitäten für alle. Melden sich übrigens ganze Schulklassen für einen Besuch an, steht das Eisfeld auf Wunsch auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten zur Verfügung.

Auf Anhieb ein Besuchermagnet

Die Vorbereitungen verlaufen reibungslos, stellt Burkart fest. «Wir sind gut im Plan.» Derzeit werden das Eis aufgebaut, die Banden angebracht und das Chalet geschmückt. In den nächsten Tagen gehe es darum, die Licht- und Musikanlage zu installieren.

Dass es zu einer Neuauflage des «Campus Ice Dream» kommt, stand für die Verantwortlichen seit längerem fest. Entwickelt wurde das Konzept ursprünglich von Studierenden der Fachhochschule im Rahmen einer Bachelorarbeit. Ziel war es, den Campus ausserhalb der Studienzeiten zu beleben – was auf Anhieb gelang. Rund 10 000 Besucher konnten in sieben Wochen gezählt werden. Die Reaktionen seien erfreulich gewesen, sagt Burkart. Auch in Zukunft soll der «Campus Ice Dream» einen festen Platz im Jahreskalender erhalten. «Wir möchten regelmässig eine Begegnungsstätte schaffen», hält der Eisfeld-Projektleiter fest.

Die Sponsorensuche, fügt er an, sei nach dem Erfolg im vergangenen Winter vielversprechend verlaufen. Das Konzept sei leicht angepasst worden. Neu besteht die Möglichkeit, nicht nur ein ganzes, grosses Paket, sondern einen Werbeplatz an der Bande zu einem guten Preis zu buchen und damit eine Plattform zu erhalten, führt Burkart aus. Ein Angebot, das bei den kleineren, lokalen Firmen Anklang finde.

Aber trotz vielen Sponsoren: Ganz kostendeckend werde das Eisfeld dennoch nicht betrieben werden können, gibt Burkart zu bedenken. «Es wird ein Defizit bleiben, das die Fachhochschule übernimmt.» Froh sind die Organisatoren über die Unterstützung der Stadt Brugg, der Gemeinde Windisch sowie der Standortförderung Brugg Regio. Unkompliziert
zur Verfügung gestellt werden, macht Burkart ein Beispiel, Festbänke, Absperrungen oder der Weihnachtsbaum.

«Campus Ice Dream» vom 10. November bis 8. Januar 2017; Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 14 bis 21 Uhr; Samstag und Sonntag, 11 bis 21 Uhr.

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