Das Brugger Schulhaus Stapfer ist umfassend erneuert und im letzten Jahr feierlich eingeweiht worden. In einer nächsten Phase gilt das Augenmerk dem benachbarten Abwartshaus – dem Stapferhüsli. Aufgrund des allgemein schlechten Gebäudezustands dränge sich eine nachhaltige Sanierung auf, stellt der Stadtrat fest.

Wie beim Schulhaus seien in den letzten 50 bis 70 Jahren lediglich einzelne kleine Unterhaltsarbeiten vorgenommen worden. Ein grosser Teil der Bauelemente wie die haustechnischen Installationen, die Gebäudehülle und der Innenausbau seien am Ende ihrer Lebensdauer angekommen.

Bauausführung ist 2020 geplant

An der Sitzung des Einwohnerrats am Freitag, 5. April, steht ein Projektierungskredit von 55 000 Franken zur Diskussion. «Im Rahmen der Projektierungsphase soll eine vertiefte baufachliche Bewertung des Baubestands und eine Entwicklung und Definition der erforderlichen Sanierungsmassnahmen vorgenommen werden», führt der Stadtrat in seiner Botschaft aus. Neben der Überprüfung der Tragsicherheit seien dabei auch Verbesserungen hinsichtlich der Behindertengerechtigkeit sowie des Energiestandards zu klären.

Für die Planung und Realisierung des Bauprojekts soll wie bei der Sanierung des Schulhauses Stapfer das erfahrene Generalplanerteam, bestehend aus dem Architekturbüro Liechti Graf Zumsteg und den bisherigen Fachplanern, hinzugezogen werden. Gerechnet wird für die Sanierungsmassnahmen aufgrund einer Grobschätzung mit Kosten von insgesamt 500 000 Franken. Der Entscheid des Einwohnerrats zum Baukredit ist im Oktober dieses Jahres geplant, die Bauausführung im Sommer 2020.

Derzeit für die Logopädie genutzt

Erstellt wurde das Abwartshaus – wie das Stapferschulhaus – 1909/10 nach den Plänen des Brugger Architekten Albert Froelich. «Mit Bossenquader-Mauerwerk, Kreuzstockfenstern und dem akzentuierenden Erker an der Frontfassade zeigt das Abwartshaus die wesentlichen Gestaltungsmerkmale des Hauptgebäudes», so der Stadtrat. «Die äussere Gestaltung widerspiegelt den zeitgenössischen, an nationale Traditionsformen orientierten Schulhausbau. Mit einem Torbogen schliesst das schmucke Gebäude an den Archivturm an und leitet so optisch von der Altstadt zum Schulhaus Stapfer über.»

Derzeit genutzt wird das Abwartshaus von der Schule Brugg für die Logopädie und für die Schulsozialarbeit der Primarschule Zentrum. Gemäss Raumprogramm der Schule soll das Gebäude weiterhin langfristig für diese Nutzungen zur Verfügung stehen. Ein Teil der Aussenanlage ist für eine Bewirtschaftung als Schulgarten vorgesehen.

Einwohnerrat Freitag, 5. April, 19.30 Uhr, Rathaussaal.